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Mymuesli eröffnet zweiten Laden am Münchner Viktualienmarkt
Sonstiges 20.04.2012
Sonstiges 20.04.2012

Mymuesli eröffnet zweiten Laden am Münchner Viktualienmarkt "Ein großes Abenteuer"

Mymuesli-Mitgründer Max Wittrock

Mymuesli-Mitgründer Max Wittrock

Mit der Idee, ein individuell zusammenstellbares Müsli anzubieten, gründeten Hubertus Bessau, Phlipp Kraiss und Max Wittrock "Mymuesli". 2007 ging das Passauer Start-up online. Im April 2012 wurde am Münchner Viktualienmarkt der zweite Laden eröffnet. INTERNET WORLD Business sprach mit Mitgründer Max Wittrock über das Konzept dahinter.

Diesen Monat haben Sie einen neuen Laden am Viktualienmarkt in München eröffnet. Was ist das Konzept dahinter?

Max Wittrock: Wir haben 2008 den ersten Laden in Passau aufgemacht, das war damals ein Experiment. Wir wollten einfach sehen, ob das Ladenprojekt funktioniert. Wir wollten den Leuten damit neue Produkte vorstellen und den Online-Kunden ermöglichen, ihre Produkte versandkostenfrei abzuholen. Die Läden machen großen Spaß und sind eine tolle Ergänzung zum Online-Geschäft: Hier können die Kunden sich die Produkte anschauen, probieren und sich eine genaue Vorstellung machen.  Das Geschäft in München läuft bis jetzt sehr vielversprechend, der Laden hat seit Ostersamstag geöffnet. Davor hatten wir schon ein Test-Opening im unrenovierten Laden, das uns sehr zuversichtlich gemacht hat. Eines meiner Hassworte ist  "Multi-Channel-Marketing"- aber irgendwie kommt es darauf schon an. Man muss das Ganze auch als ein großes Abenteuer sehen. Von Passau und München wissen wir, dass unser Konzept gut funktionieren kann. Im Mai soll noch ein Laden in Regensburg dazukommen.  

Welcher Vertriebskanal ist Ihnen wichtiger?

Wittrock: Online ist unser Core-Modell, darauf legen wir den Hauptfokus. Wir sehen unser Angebot als Premiumprodukt und glauben daher nicht, dass wir die Produkte in hunderten Einkaufszentren anbieten können. Wir sehen uns jetzt erst mal an, wie es in unseren Läden läuft.

Wie hoch ist die Investition für einen stationären Laden?

Wittrock: Das kommt ganz darauf an. In Passau, da waren wir noch ganz jung, war unser Budget gegen Null. In München müssen wir schon mehrere 10.000 Euro investieren. Man kann locker viel Geld ausgeben, wenn auch schnell wieder Geld reinkommt. Bei uns liegt keine Wissenschaft zugrunde, wir wollen einfach ausprobieren, welche Lage gut funktioniert.

Was ist die Preispolitik bei Mymuesli, ist Online günstiger?

Wittrock: Wir wollen, dass alle Kanäle gleich teuer sind. Der Preis soll bei der Frage "kaufe ich online oder offline?" für den Kunden keine Rolle spielen. Abgesehen davon wollen wir, dass jeder unserer Läden individuell aussieht: Individuelle Produkte ohne individuelle Läden hätten keinen Wiedererkennungswert. Die Läden sollen auch die Möglichkeit haben, eigenständige Aktionen zu machen.

Wie sind Sie eigentlich auf die Idee gekommen, ein individuelles Müsli herzustellen und online zu vertreiben?

Wittrock: Wir haben 2005 zu Dritt auf der Fahrt zum Badesee den Radiospot einer bekannten Müslifirma gehört. Da kam uns die Idee, ein Müsli selbst zusammenzustellen. Wir essen alle gerne Müsli, aber jeder hat irgendein Problem - der eine mag zum Beispiel keine Nüsse, der andere keine Rosinen. Das Internet ist der einzige Weg, über den wir viele Leute kostengünstig erreichen können. Inzwischen liefern wir in fünf Länder: Deutschland, Österreich, Schweiz, die Niederlande und Großbritannien. Wir bieten 80 verschiedene Bioprodukte mit über 566 Billiarden Kombinationsmöglichkeiten an.

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