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Sonstiges 18.06.2012
Sonstiges 18.06.2012

Die E-Commerce-Trends des Tages - 18.06.2012 Görtz mit rückläufigem Online-Umsatz

Kanalintegration oder Kanalexzellenz - was funktioniert besser? In den vergangenen Tagen gab es darüber in der E-Commerce-Branche so manche hitzige Diskussion. Jetzt scheint ausgerechnet der Schuhhändler Görtz, viel gelobt als bester Multichannel-Stratege Deutschlands, den Multichannel-Skeptikern Recht zu geben. Denn trotz aller Kanalintegration schaffte es Görtz nicht, den Umsatzrückgang zu verhindern. Und was noch schlimmer ist: Selbst der Online-Handel sackte dem Retailer weg. Vielleicht sollte man es dann doch lieber so machen wie der Schweizer Verband des Versandhandels und schauen, was man von Zalando lernen kann: Den Schweizern fiel eines auf: Logistik ist die Kernkompetenz der Versandhändler. Wer sie auslagert, mache einen großen Fehler.

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- NEWS -

Görtz, bislang viel gepriesenes Beispiel für gelungenen Multichannel in Deutschland, brechen die Umsätze weg: Um fünf Prozent auf rund 400 Millionen Euro sanken die Umsätze 2011 - und auch im Online-Bereich ging es zweistellig nach unten, meldet Exciting-Commerce-Autor Jochen Krisch. "Damit dürfte Zalando die Nummer vier der größten Schuhfachhändler, Görtz, beim (Gesamt-)Umsatz überholt haben", schreibt Krisch. >>>Exciting Commerce

Hermes will sich stärker für faire Arbeitsbedingungen und Löhne seiner Fahrer engagieren. Bis zum Ende des Jahres soll es Generalunternehmen untersagt werden, Subunternehmer zu beschäftigen, bei denen wiederum Fahrer angestellt sind. Auch die Bezahlung pro Paket wird abgeschafft. Stattdessen soll es nur noch Stundenlöhne geben. >>>Frankfurter Rundschau

Brands4Friends bietet ab sofort samstags zwischen 9.00 und 24.00 Uhr ein Angebot des Tages. Der Artikel ist sofort lieferbar und kann versandkostenfrei geliefert. Der Testballon soll zunächst bis Ende Juli laufen. >>>Mail Men

Ritter Sport hat seinen Webshop gelauncht, der auf Multishop-Basis Endkunden und Geschäftskunden bedient. Technische Basis ist Magento, für die Umsetzung zeichnet TechDivision verantwortlich. Vor dem Relaunch wurde eine Usability-Analyse mit Attention Analytics durchgeführt, deren Ergebnisse in Layout und Design des neuen Shops einflossen. >>>estrategy-magazin.de

P&C steigt mit Beginn der Herbst-/Winter-Saison in den Online-Vertrieb ein - aus rechtlichen Gründen allerdings unter dem Namen der früheren Hemden-Eigenmarke Van Graaf. Der Düsseldorfer Ableger will 2013 in den Internet-Vertrieb starten. >>>Etailment.de

Lieferservice.de verhilft die Fußball-EM zu einem Plus an Bestellungen. Während der Live-Übertragung soll die Zahl der Bestellungen rund 50 Prozent über dem Schnitt liegen. Renner seien günstige Pizza-Kreationen wie "Margerita" sowie Sushi und Curry-Reisgerichte. >>>Pressemitteilung

Nach den Medikamenten die Korrektionsbrillen: Auf dem Optiker-Forum wird derzeit dazu aufgerufen, sich an einer Petition (Nummer ID 25014) an den Deutschen Bundestag zu beteiligen, der "den Handel und Vertrieb von individuell gefertigten Korrektionsbrillen mittels Internethandel oder Onlineshop untersagt. Begründung: Individuell gefertigte Korrektionsbrillen seien Produkte nach dem Medizinproduktegesetz und unterlägen entsprechenden Regelungen. >>>Optiker-Forum

- INTERNATIONAL -

Der Schweizer Elektronikversender Digitec, in den Migros jüngst mit 30 Prozent eingestiegen ist, hat im Geschäftsjahr 2011 rund 400 Millionen Schweizer Franken Umsatz erzielt - und damit deutlich mehr als die bislang in der Presse kolportierten 250 Millionen Franken. Der Unternehmenswert wird mit 140 Millionen Franken beziffert. Die drei Digitec-Gründer erhalten je 14 Millionen Franken für den Teileverkauf. >>>Carpathia-Blog

iZettle, Schwedens Antwort auf das US-Payment-Startup Square, hat sich mit Mastercard, der schwedischen Bank SEB und verschiedenen Wagniskapitalgebern 25 Millionen Euro Risikokapital geholt und will sich damit in Europa etablieren, wo Square sich gegenwärtig wenig aktiv zeigt. >>>mobile zeitgeist

Mulberry hat ihre E-Commerce-Umsätze im vergangenen Geschäftsjahr um 58 Prozent auf 14,5 Millionen britsche Pfund gesteigert. Der Online-Anteil am Gesamtumsatz liegt bei neun Prozent - im Vorjahr waren es acht Prozent. >>>Internet Retailing

Die US-Online-Werbeagentur Clash Group will im Laufe des Jahres einen US-Vergleich für Coupons launchen und hat dazu den europäischen Spezialisten Vendari gekauft. Die Clash Group will Werbekunden irgendwann integrierte, getargete Kampagnen, die Kunden in die Läden ziehen, anbieten. >>>Internet Retailer

ACSEL, der französische Verband für digitale Wirtschaft, schlüpft unter das Dach des europäischen E-Commerce-Dachverbandes EMOTA und füllt dort die Lücke, die der französische Versandhandelsverband FEVAD nach seinem Rückzug dort hinterließ. Unter dem EMOTA-Dach will ACSEL sich innerhalb Europas für die Weiterentwicklung des E-Commerce einsetzen. >>>bvh-BLOG

- BACKGROUND -

Was können Unternehmen von Zalando lernen? Der Verband des Schweizerischen Versandhandels (VSV) hat das Zalando-Interview in der "Wirtschaftswoche" zum Anlass genommen, sich darüber Gedanken zu machen. Das Fazit: Logistik wird für Versender zur Kernkompetenz und die Stratege, in Zeiten der Not die Logistik auszulagern, ist nicht hinnehmbar. >>>VSV-Versandhandel.ch

27 Prozent der Webhändler, die Google Shopping aktuell nutzen, wollen die Produktsuche nicht mehr einsetzen, wenn sie kostenpflichtig wird. Das zeigt eine nicht-repräsentative Umfrage von Ecommerce-Vision.de. Für 36 Prozent der Befragten ist Google Shopping allerdings aktuell sehr wichtig, weitere 45 Prozent bewerten den Dienst mit "wichtig". >>>Ecommerce-Vision.de

Welche Entwicklung wird Pinterest nehmen? TechCrunch-Autor Leo Chen sieht in technischen Innovationen, die den Nutzern helfen, neue Produkte zu entdecken, den nächsten großen Trend - vor allem im Modebereich. Pinterest sei eine solche Innovation, die - so Chens Spekulation - zunächst Branded Pages für Marken, Shops und Boutiquen anbieten wird, dann einen Universal Checkout anbieten wird, mit dem Kunden einen auf Pinterest eingeleiteten Kaufprozess auf der Händlerseite abschließen können, und schließlich auch einen eigenen Shopping-Channel aufbauen wird, um die Nutzer nicht zu irritieren. >>>TechCrunch

Sechs verschiedene Typen von Social Shoppern mit sechs verschiedenen Kundenbedürfnissen haben die Werbeagentur Leo Burnett und ihre Digital-Tochter ARC Worldwide definiert: die schlaue Passionista, den opportunistischen Abenteurer, den Qualitätsfetischisten, den strategischen Sparer, den effizienten Sprinter und den Schnäppchenjäger. Sie treibt Genuss und Hingabe Passionista), der plötzliche Impuls (Abenteurer), Information (Qualitätsfetischist und strategischer Sparer) und Nützlichkeit (effizienter Sprinter, Schnäppchenjäger) zum Kauf. Shopbetreiber sollten diesen Typen auf Social Networks mit entsprechenden Angeboten begegnen. >>>Social Commerce Today

- ZAHL DES TAGES -

23 Prozent des Elektronikgeräte-Umsatzes wird inzwischen online erwirtschaftet, ermittelte der Branchenverband Bitkom. Beliebtestes Produkt seien Notebooks. Hier würden schon 37 Prozent aller verkauften Geräte über das Web gehandelt. >>>Heise.de

- GEHÖRT -

"Wir heben uns von Amazon durch die Vielfalt unserer Vertriebswege ab. Der Kunde bestimmt bei uns, ob er Online, aus dem Spezialkatalog oder im stationären Geschäft kauft. Wir glauben, dass dieser Multichannel-Einzelhandel, wie wir ihn etwa bei Bonprix, Sportscheck oder Manufactum praktizieren, die Zukunft sein wird. Auch H&M arbeitet inzwischen mit Katalogen und selbst Amazon und Zalando setzen nun auf stationäre Geschäfte. Außerdem gibt es bei uns eine persönliche Beratung. Man kann anrufen, wenn man zum Beispiel einen alten CD-Player hat und nicht weiß, ob er zu dem neuen Verstärker passt."
Otto-Chef Michael Otto hält sein Unternehmen gegenüber Amazon für gut gerüstet. >>>Frankfurter Rundschau

"Während die Shopping-Einträge im Gratis-Bereich (zumindest hierzulande) oftmals nicht gerade massenhaft Traffic brachten, funktionierten die Product Listing Ads auf Anhieb hervorragend und lieferten namhaften Umsatz bei erstaunlich tiefen CPCs."
Lukas Stuber von Schweizer Suchmaschinenmarketing-Dienstleister Yourposition, findet das Ende der kostenlosen Produktsuche von Google überhaupt nicht schlimm. >>>Carpathia-Blog

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