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Umsatz von Amazon stieg
Sonstiges 26.04.2013
Sonstiges 26.04.2013

Amazon meldet durchwachsene Quartalszahlen Gewinn deutlich eingebrochen

Über seine Umsatzzahlen braucht sich Amazon keine Gedanken zu machen. Diese steigen jedes Quartal stetig an. Mit dem Gewinn hat es aber dieses Mal nicht so geklappt - und fürs kommende Quartal rechnet der Onlinehändler sogar mit einem Verlust in Höhe von bis zu 340 Millionen US-Dollar. Verkalkuliert sich der Konzern mit seinen Bestrebungen, auch außerhalb seines Kerngeschäftes neue Kanäle zu öffnen?

Beim Umsatz hat Amazon erneut zugelegt: Insgesamt 16,1 Milliarden US-Dollar setzte das Unternehmen im ersten Quartal 2013 um, das sind 22 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Doch mit der Steigerung des Umsatzes kann der Gewinn nicht mithalten: Mit 82 Millionen US-Dollar liegt dieser 37 Prozent unter dem der ersten drei Monate des vergangenen Jahres.

Spannend sind die Details der Bilanz:

  • Den Großteil des Umsatzes, nämlich 58 Prozent, erwirtschaftet der Onlinehändler in den USA - dort stieg auch der Gewinn um 31 Prozent auf 457 Millionen US-Dollar.
  • Im internationalen Geschäft fuhr Amazon dagegen einen Verlust von 16 Millionen US-Dollar ein.
  • Bücher und Medienprodukte erzielten einen Anteil am Gesamtumsatz von 31 Prozent, Elektronik und andere Waren 63 Prozent, der Rest entfällt auf Amazon Web Services, Werbung und Kooperationen.
  • Die Marketingausgaben stiegen um 31 Prozent auf 632 Millionen US-Dollar.

Grund für die enttäuschenden Ertragszahlen sind Amazons hohe Investitionen. Schließlich arbeitet das Unternehmen kontinuierlich an der Expansion seines Angebots. Gerade erst sickerte die Nachricht durch, dass Amazon mit einer eigenen Set-Top-Box auf den Markt möchte. Außerdem ist der Onlinemarktplatz mit einer eigenen Filmproduktionsmaschinerie am Markt, um Streaming-Anbietern wie Netflix Konkurrenz zu machen. Auch an der Kindle-Linie wird stetig weitergebastelt.

Das Unternehmen blickt daher in seinem Finanzbericht skeptisch in die Zukunft. Erwartet wird von Amazon zwar ein weiteres Umsatzwachstum von 13 bis 26 Prozent, aber die Finanzexperten des Unternehmens kalkulieren gleichzeitig einen operativen Verlust in Höhe von bis 340 Millionen US-Dollar ein.

Welche Produkte Amazon Web Services in Kürze auf den Markt bringen möchte, stellte Attila Narin, Solutions Architect des Dienstes, in München vor.

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