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Gartner-Analyse zum Mobile Payment Foto: Fotolia.com/Palych
Sonstiges 22.07.2011
Sonstiges 22.07.2011

Mehr als 86 Milliarden US-Dollar Transfervolumen für Mobile Payment Gartner rechnet mehr als 141 Millionen Nutzer bis Jahresende

Mobile Payment ist auf Wachstumskurs. Bis Ende des Jahres sollen über 141 Millionen Nutzer Mobile Payment verwenden, prognostiziert das Marktforschungsunternehmen Gartner. Dies wäre eine Steigerung von mehr als 38 Prozent im Vergleich zu 2010, als 102 Millionen auf Mobile Payment setzten.

Auch das Transaktionsvolumen soll kräftig anziehen. Hier erwarten die Analysten für 2011 eine Summe von 86,1 Milliarden US-Dollar, 75,9 Prozent mehr als im Vorjahr Das entspricht etwa einem Drittel des Jahrestransfervolumen das über Paypal abgewickelt wird. Damals wurden 48,9 Milliarden US-Dollar über mobile Zahlungstransaktionen abgewickelt. Obwohl die Zahlen vielversprechend sind, räumt Garnter ein, dass der Markt für Mobile Payment vor allem in den Entwicklungsländern langsamer wächst als zunächst erwartet. "Viele Anbieter sind gerade erst dabei ihre Strategien an lokale Bedürfnisse anzupassen. Außerdem ist es unwahrscheinlich, dass Erfolgsmodelle aus Kenia und den Philippinen in andere Märkte übertragen werden", sagt Sandy Shen, Research Director bei Gartner.

Die Analystin geht zudem davon aus, dass Near Field Communication (NFC) noch längst nicht reif ist für den Massenmarkt. Die größte Problem sei, dass die Kunden überzeugt werden müssten, mit Ihrem Handy statt wie gewohnt mit Geld oder Scheck- oder Kreditkarten zu bezahlen. In der Breite sollen sich Zahlungen via NFC frühestens in vier Jahren durchsetzen. Stattdessen sollen Zahlungen per SMS, Unstructured Supplementary Service Data (USSD) oder Wireless Application Protocol (WAP) in Entwicklungsländern die vorherrschenden Zahlungstechnologien bleiben.

In Entwicklungsländern sorgen vor allem Überweisungen und Prepaid-Aufladungen für ein Wachstum des Transaktionsvolumens bei mobilen Zahlungen. In Osteuropa, dem Mittleren Osten und Afrika werden bis Ende des Jahres 54 Prozent der Transaktionen Überweisungen und 32 Prozent Prepaid-Guthabenkauf ausmachen. In entwickelten Ländern dagegen kommen die meisten mobilen Zahlungen durch M-Commerce zustande. Bis Ende des Jahres soll der Anteil in Nordamerika 90 Prozent und in Westeuropa 77 Prozent ausmachen.

Anfang des Monats hatte Juniper Networks eine Studie veröffentlicht, laut der das Transfervolumen mobiler Zahlungen bis 2015 auf über 670 Milliarden US-Dollar weltweit anwachsen soll.

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