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Das Ende der Einbahnstraße
Sonstiges 29.01.2009
Sonstiges 29.01.2009

Das Ende der Einbahnstraße

Tanja Gabler

Tanja Gabler

Handelsblatt.com öffnet sich für Blogger. Die Idee hat Zukunft, finden wir.

Viele Verlage, Medienunternehmen und selbst Portale wie Yahoo sehen das Internet immer noch als Einbahnstraße. Sie wollen möglichst viele Nutzer auf ihre Seiten locken - und dort behalten. Die wenigsten User lassen sich jedoch vorschreiben, wo sie sich aufhalten sollen. Stellt sich eine Seite als Sackgasse heraus, wird das Browserfenster eben geschlossen. Der Gegenentwurf dazu ist die Blogszene, in der fast jeder Beitrag auf andere verweist.

Journalisten betrachten Blogs und Nutzerkommentare oft noch als Inhalte zweiter Klasse, wenn sie nicht von ausgebildeten Redakteuren verfasst werden. Dabei ist es gerade die subjektive Sicht, die Mischung aus Informationen und Meinung, die Blogeinträge so lesenwert macht.

Die Entscheidung von Handelsblatt.com, Blogbeiträge neben dem Artikel anzuzeigen, auf den sie verlinken, ist zukunftsweisend. Sie zeigt, dass Handelsblatt.com die Reaktionen der Blogger ernst nimmt - und sich der Kritik stellt. Nicht alle Verlinkungen werden aus Lob bestehen. Das macht nichts. Auch aus Kritik können Gespräche entstehen, Kontakte geknüpft werden. Denn genau das ist es, was das Internet neben Marketing und E-Commerce ausmacht: Es verbindet Menschen.

Was halten Sie von der Kombination? Stimmen Sie ab!

Update: Inzwischen habe ich erfahren, dass die Blogger klassische Links zu Handeslsblatt.com setzen, ihre eigenen Beiträge jedoch nur via Javascript eingebunden werden und daher nicht für Suchmaschinen zählen. Hier sollte Gleiches mit Gleichem vergolten werden.

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