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Community-Shopping als Trend Foto: istock.com/starfotograf
Sonstiges 24.03.2011
Sonstiges 24.03.2011

Social Shopping als Trend Emotional verkaufen

Was machen Shoppingclubs wie brands4friends oder Vente Privee richtig? Und wie wird ein Onlinehandel zur Erlebniswelt? Das erklärt Jens Siegle, Geschäftsführer von spot-media consulting auf der ecommerce conference in München.

Siegle definiert folgende Erfolgsfaktoren für Shoppingclubs:

  • Kundenbindung - Exklusivität durch Einladungen und Bonusprogramme
  • Sortimentsgestaltung - Markenprodukte, Sortimentstiefe und Rabatte
  • Eventcharakter - zeitliche Limitierung, Regelmäßigkeit, Fehlen der Suchfunktion
  • Technik - einmalige Versandkosten, Social-Media-Integration, hohe Performance

Für Erfolg versprechend hält Siegle "Social Recommendations", bei denen Amazon.com in den USA die betrachteten Seiten eines Nutzers durchfortstet, um Freunde mit Geschenkideen zu versorgen. Das Modelabel French Connection bietet mit seiner sogenannten Youtique, einer Youtube-Boutique, Nutzern die Möglichkeit, Mode gemäß eines Anlasses auszuwählen, bei der sie getragen werden soll - und die Kleidungsstücke auf Video zu betrachten. Zudem seien Shops auf Facebook groß im Kommen,

"Der Ort der Interaktion verlagert sich von Shoppingseiten auf Social Websites", glaubt Siegle. Der Vorteil: Produkte könnten über soziale Netzwerke einer viel größeren Anzahl an Konsumenten präsentiert werden. Von Nachteil sei jedoch, dass man die Kunden dann nicht in der eigenen Erlebniswelt empfangen könne.

Zu den weiteren Trends zählten Shoppingportale, ergänzt der Technische Produktleiter von spot-media consulting Ronny Rentner. Diese E-Commerce-Plattformen könnten zusätzliche Inhalte, VIP-Mitgliedschaften und Communities zur Generierung von Verkaufsideen bieten. Auch Co-Shopping werde sich durchsetzen: Bei dieser Einkaufsform wird virtuelles Shoppen als soziales Erlebnis inszeniert. 

Social Shopping ist nicht nur für innovative Nischenshops, sondern auch für die großen Versandhändler bereits ein Thema: Otto versucht mit dem neuen Onlineshop refashion.de, Frauen zwischen 20 und 29 Jahren über Social-Media-Elemente für sein Sortiment zu begeistern. Nutzer können sich auf der Webseite mit ihrem Facebook-Account verbinden und über die Funktion "Chat’n’Shop" Mode und Accessoires aus dem Shop gemeinsam betrachten und diskutieren. Ausgewählte Artikel werden in Kooperation mit smatch.com auch auf der Facebook-Fanpage angeboten. 

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