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bvh-Studie zeigt, wo Verbraucher was kaufen
Sonstiges 19.09.2013
Sonstiges 19.09.2013

bvh-Studie zeigt, wo Verbraucher was kaufen Elektronik und Möbel lieber online bestellt

Was kaufen Verbraucher lieber online und was lieber offline? Diese Frage stellten der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) und Creditreform zum dritten Mal. Besonders gern lassen sich Konsumenten Elektronik, Möbel sowie Bastel- und Heimwerkerbedarf schicken - oder genauer: Die großen Dinge im alltäglichen Bedarf.

Der Online- und Versandhandel gewinnt weiter an Bedeutung. Etwa jeder dritte Verbraucher kauft lieber zuhause ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (bvh) und von Creditreform Boniversum, die dafür im Sommer 2013 zum dritten Mal Verbraucher zwischen 18 und 69 Jahren zu ihren Einkaufspräferenzen befragen ließen. Danach bestellen mehr als 37 Prozent den alltäglichen Bedarf lieber im Internet, als sich vor Ort in den Einzelhandel zu bemühen. Neun von zehn Bundesbürgern können inzwischen als potenzielle Besteller bezeichnet werden, sie haben bereits online eingekauft und werden dies in Zukunft auch weiterhin tun.

Die analysiert außerdem, was Verbraucher besonders gern im Online- und Versandhandel bestellen. Neben den Klassikern Unterhaltungselektronik, Medien, Smartphones und Computerbedarf - solche Waren beschaffen sich 61 Prozent der Verbraucher heute im Internet - wächst die Zahl der Bestellungen vor allem in den Sparten Möbel und Wohnaccessoires sowie Heimwerker- und Bastelbedarf. Bei diesen oft sperrigen Produkten spielt der Online-Handel einen Vorteil voll aus: die Lieferung nach Hause. "Die Entwicklung in den Warengruppen Möbel, Dekoration und Do-it-Yourself zeigt, dass auch preisintensivere Produkte immer häufiger online gekauft werden", erklärt Siebo Woydt, Geschäftsführer von Creditreform Boniversum. "Eine Rolle spielen dabei sicher die Zahlarten, die Shops anbieten. Bei teuren Produkten wollen sich Verbraucher die Ware erst anschauen, prüfen und danach bezahlen." Der Rechnungskauf im Internet wird folglich zum Pflichtservice von Online-Händlern, die auch Teures anbieten.

Keine Geschlechterunterschiede und viele Senioren

Keinerlei Unterschiede bei den Einkaufspräferenzen sind zwischen den Geschlechtern auszumachen, hier hat sich der Anteil von Online-Käufern beinahe ausgeglichen: Knapp 38 Prozent der Männer und knapp 37 Prozent der Frauen bestellen lieber online. Allerdings kaufen sie im Internet unterschiedliche Waren ein: Männer kaufen dort Elektronik und Medien, Frauen lieber Textilien und Geschenke.

Und noch ein Ergebnis: In die bunte Einkaufswelt des Internets tauchen zunehmend die Älteren ein. Unter den Rentnern bestellen inzwischen knapp 39 Prozent online - das sind gut sechs Prozent mehr als im Vorjahr und ein deutliches Wachstum. "Das zeigt, dass sich der E-Commerce unter den Älteren immer besser etabliert, Verbraucher generationenübergreifend das bequeme und sichere Einkaufen schätzen und die technischen Hürden und Berührungsängste zu einem großen Teil überwunden sind", so Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bvh.

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