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E-Commerce legt um 16 Prozent zu (Foto: istock/Tetra2000)
Sonstiges 02.02.2010
Sonstiges 02.02.2010

E-Commerce legt um 16 Prozent zu

Erstmals in der Geschichte des Versand- und Onlinehandels erzielte die Branche im Jahr 2009 über mit 53,3 Prozent mehr als die Hälfte ihres Umsatzes über das Internet. Der Onlineumsatz mit Waren legte damit stärker als erwartet zu und wuchs um rund 16 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro.

Diese Zahlen des Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) basieren auf der repräsentativen Verbraucherstudie "Distanzhandel in Deutschland 2009", die das Forschungsinstitut TNS Infratest zum vierten Mal im Auftrag des bvh durchgeführt hat. Insgesamt wuchs der Versand- und OnlinehHandel in Deutschland im Jahr 2009 um 1,7 Prozent auf einen Gesamtumsatz von 29,1 Milliarden Euro.

Das Internet ist nicht nur der umsatzträchtigste Bestellweg für die Versender, sondern auch der meist genutzte. Insgesamt orderten im Jahr 2009 61 Prozent (Vorjahr: 51 Prozent) aller Versandkunden ihre Wunschwaren über das Internet. Onlineshoppen ist in Deutschland längst nicht mehr nur eine Sache der jungen Leute: Bei den über 60-Jährigen stieg der Anteil der Onlinebesteller von 19 Prozent in 2008 auf 28 Prozent in 2009, bei den 50- bis 59-Jährigen kletterte er von 43 auf 58 Prozent.

Frauen greifen erstmals lieber zur Maus als zu Telefon oder Stift: Bestellten im Jahr 2008 noch 43 Prozent aller Frauen ihre Wunschartikel per Web, waren es 2009 schon 53 Prozent. Die Beliebtheit des Internets steigt also über Alters- und Geschlechtergrenzen hinweg.

Der gedruckte Katalog spielt trotz des Trends zum E-Commerce eine große Rolle: 67 Prozent aller Internetkunden informierten sich vor der Bestellung eines Produkts zunächst im Katalog des Versenders - selbst unter den 14- bis 29-Jährigen sind es 63 Prozent.

Mehr als 30 Millionen Onlineshopper

Die Fan-Gemeinde des Onlineeinkaufs vergrößerte sich in Deutschland im vergangenen Jahr um gut 1,1 Millionen auf nunmehr 32,5 Millionen Internetkäufer (2008: 31,4 Millionen). Diese orderten nicht nur Waren für 15,5 Milliarden Euro im Internet, sondern auch digitale Dienstleistungen wie Downloads oder Tickets. Auf 6,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 5,9 Milliarden Euro) addierten sich die im Web generierten Dienstleistungsumsätze und legten damit im Vorjahresvergleich um 5,2 Prozent zu.

Addiert man sie mit den Online-Warenumsätzen der Versender (15,5 Milliarden Euro), ergeben sich daraus die Gesamtausgaben der Deutschen im Internet von 21,7 Milliarden Euro im Jahr 2009. Das ist ein Anstieg von 12,4 Prozent und gleichzeitig ein neues Rekordhoch. 2008 lag das Gesamtvolumen noch bei rund 19,3 Milliarden Euro.

Der größte Teil der digitalen Dienstleistungsumsätze entfiel mit 44 Prozent auf den Bereich "Mobilität", unter den zum Beispiel Flugtickets, Bahnreisen oder Mietwagenverträge fallen. 27 Prozent sind bei den weiteren Reiseausgaben (Pauschalreisen und Übernachtungen) zu verorten. 11 Prozent Umsatz liegen im Bereich Ticketing, 9 Prozent gehen auf Entertainment-Ausgaben (zum Beispiel MP3-Dateien, Klingeltöne, Spiele) zurück. Ein Prozent kann dem Kauf von Computer-Software zugeschrieben werden.

Pro Kopf der Bevölkerung gaben die Deutschen im Jahr 2009 76 Euro (Vorjahr: 72 Euro) für digitale Dienstleistungen im Internet aus. 189 zusätzliche Euro (Vorjahr: 163 Euro) entfielen auf Warenkäufe im Web. Das macht 265 Euro (Vorjahr: 235 Euro) Internet-Ausgaben pro Einwohner insgesamt - Tendenz weiter steigend.

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