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E-Commerce in Osteuropa
Sonstiges 17.10.2011
Sonstiges 17.10.2011

Onlinehandel in Osteuropa E-Commerce in Russland, M-Commerce in der Slowakei

KupiVIP.ru boomt in Russland

KupiVIP.ru boomt in Russland

Der osteuropäische Onlinehandel wächst, konstatieren die Marktforscher von yStats.com. Doch gibt es in den einzelnen Ländern erhebliche Unterschiede, die Shopbetreiber kennen sollten.

So propagieren die Marktforscher Russlang ein hohes Potenzial für E-Commerce, da die Einzelhandelsstruktur noch sehr unterentwickelt sei. 60 Prozent der Internet-Nutzer, insgesamt 45 Millionen Russen - gehen im Web auf Einkaufstour. Und das, obwohl nur 25 Prozent der russischen Bevölkerung über Breitbandverbindungen verfügen. Insgesamt beträgt der Online-Anteil am Einzelhandelsumsatz laut yStats.com unter einem Prozent. Zu den beliebtesten online bestellten Produkten zählen Bücher, haushaltsgeräte und CDs/DVDs. Besonders hoch sei die E-Commerce-Affinität der Studie zufolge in den Regionen Moskau und St. Petersburg. Hier wurden im vergangenen Jahr über 50 Prozent der russischen Online-Umsätze erzielt. Wer als Hersteller im russischen E-Commerce Fuß zu fassen versucht: Beliebt sind in Russland auch Private-Shopping-Sites wie KupiVIP.
 
Auch in der Ukraine werde Online-Shopping immer beliebter. Die Zahl der Internet-Nutzer stieg von neun Millionen im Juni 2010 auf jetzt 13 Millionen. Jeder zweite Internet-Nutzer shoppt auch im Netz - trotz langer Lieferzeiten. Die populärsten Produktkategorien dort sind laut yStats-Studie Haushaltsgeräte und Mobiltelefone. In Polen indes nutzen inzwischen mehr als 60 Prozent der Bevölkerung und somit mehr als 24 Millionen Polen das Web. Das Wachstum im polnischen B-to-C-E-Commerce ist seit vielen Jahren zweistellig. Besonders populär sind Auktionsplattformen wie Allegro.pl. Die beliebtesten Produktkategorien in Polen sind Bekleidung und Sportartikel, Haushaltsgeräte und Bücher.
 

Eine geringe Internet-Durchdringung und wenige Online-Zahlungsmethoden behindern das Wachstum im ungarischen B-to-C-E-Commerce. Trotzdem surfen inzwischen 60 Prozent der Bevölkerung und damit sechs Millionen Ungarn im Web. E-Commerce ist in Ungarn aber mit einem Nutzungsanteil von 20 Prozent noch verhältnismäßig wenig verbreitet - wenngleich die Studienautoren dem ungarischen E-Commerce-Markt große Wachstumsraten bescheinigen. Auch in der Tschechischen Republik liegt der Anteil der Webshopper in der Gesamtbevölkerung erst bei 25 Prozent. Trotzdem erzielte der Markt von 2009 auf 2010 zweistellige Wachstumsraten. Der Anteil der E-Commerce-Umsätze am gesamten Einzelhandelsumsatz liegt bei unter fünf Prozent.
 
In der Slowakei könnten Web-Händler mobiles Shopping testen. Rund zehn Prozent der Slowaken - und damit mehr als im EU-Durchschnitt - surfen mobil im Netz. Auch der Anteil der Online-Nutzer an der Gesamtbevölkerung ist mit 70 Prozent sehr hoch. Führende Produktkategorien sind Kleidung/Sportartikel und Haushaltwaren.

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