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Conrad schließt getgoods-Standorte
Sonstiges 24.01.2014
Sonstiges 24.01.2014

Nur 65 von 190 Stellen bleiben erhalten Conrad schließt getgoods-Standorte

Im Dezember 2013 hatte der Elektronikversand Conrad noch vollmundig angekündigt, die 190 Mitarbeiter des insolventen Online-Händlers getgoods.de zu übernehmen, jetzt können doch nur 65 bleiben. Der Standort Frankfurt/Oder wird geschlossen.

Conrad schließt bis Ende Mai 2014 die Standorte des Onlinehändlers getgoods.de in Frankfurt (Oder) und verlegt den Geschäftsbetrieb nach Berlin. Damit bleiben nur 65 Arbeitsplätze erhalten, teilte die für den Betrieb der getgoods-Online-Shops zuständige Conrad-Tochter Get-it-quick mit. Marketing und Einkauf sollen künftig in Berlin gemacht werden, Lager und Logistik übernehmen Conrad oder externe Partner. Das Produktspektrum konzentriert sich auf Handys, Smartphones, Festnetztelefone, Notebooks, Tablets, Unterhaltungselektronik und Haushaltswaren. Zielgruppe sollen weiterhin technikaffine junge Leute sein.

Der Multi-Channel-Händler Conrad Electronic hatte Anfang Dezember 2013 nach der Insolvenz die operativen Endkundenshops der getgoods.de Vertriebs GmbH gekauft. "Mit Conrad haben wir einen starken Partner gefunden, der E-Commerce versteht. Damit haben wir eine zukunftsfähige Lösung für Kunden und Mitarbeiter erzielt",  hatte Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg damals getont. Conrad kündigte an, nahezu alle der 190 Mitarbeiter der Gruppe zu übernehmen. Über den Preis wurde Stillschweigen vereinbart.

Am 14. November 2013 hatte sich getgoods.de überraschend zahlungsunfähig gemeldet. Als Grund wurden gescheiterte Gespräche mit den Investoren genannt. Im August 2013 hatte die Aktiengesellschaft noch positive Halbjahreszahlen gemeldet: Der Umsatz war in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 um 30 Prozent auf 224 Millionen Euro gestiegen, der Konzernüberschuss betrug 1,5 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum war er jedoch noch fast doppelt so hoch gewesen. Das Insolvenzverfahren für die getgoods.de-AG wird am 1. Februar 2014 eröffnet.

Conrad zählt mit seinem Online-Shop zu den deutschen Top-Ten. Das 1923 gegründete Unternehmen, das auch 33 Filialen betreibt, hat 400.000 Artikel im Sortiment. Das jährliche Versandvolumen beträgt 7,2 Millionen Sendungen in über 150 Länder. Der Elektronik-Händler will seinen Webshop innerhalb der Multichannel-Aufstellung künftig zum führenden Kanal machen. Unter anderem soll in den stationären Filialen auf Regalverlängerung über den Online-Shop gesetzt werden.

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