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Cisco an VoIP-Anbieter interessiert
Sonstiges 31.08.2010
Sonstiges 31.08.2010

Cisco an VoIP-Anbieter interessiert Was will Cisco mit Skype?

Der Hardwarehersteller Cisco liebäugelt damit, den Internettelefonie-Spezialisten zu übernehmen. Spekuliert wird über eine Kaufsumme von fünf Milliarden US-Dollar. Dabei bereitet Skype eigentlich seinen Börsengang vor.

Techcrunch hatte die mögliche Übernahme ins Gespräch gebracht, sich dabei auf "zuverlässige Quellen" berufen und einen möglichen Kaufpreis von fünf Milliarden US-Dollar genannt. Als spannend erweist sich vor allem die Frage, wie Cisco langfristig mit Skype Geld verdienen will. Videotelefonate am PC über den VoIP-Anbieter sind für die User kostenlos. Einnahmen generiert Skype lediglich durch kostengünstige Verbindungen zu Festnetz- und Mobiltelefonen. Im ersten Halbjahr 2010 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 406 Millionen US-Dollar, der Gewinn lag allerdings lediglich bei 13 Millionen US-Dollar.

Kaufinteressent Cisco hat sich vor allem als Hersteller von Hardware einen Namen gemacht. Allerdings engagiert sich der Konzern auch verstärkt im Geschäft mit Videokonferenzen. Um mit Skype Geld zu verdienen, könnte Cisco könnte langfristig dieVideotelefonate über Skype kostenpflichtig machen, spekuliert das Wall Street Journal. Dies berge jedoch die Gefahr von rückläufigen Nutzerzahlen. Derzeit hat Skype 560 Millionen registrierte Nutzer.

Skype war 2005 vom Auktionshaus eBay für 2,6 Millionen US-Dollar aufgekauft und 2009 für 1,9 Milliarden US-Dollar wieder mehrheitlich verkauft worden. Den Zuschlag bekam damals die Privatinvestoren  Andreesen Horowitz und Silver Lake Partners. Erst Mitte August hatte Skype in einer Eingabe an die US-amerikanische Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) angekündigt, Aktien in Höhe von 100 Millionen US-Dollar in Umlauf zu bringen.

Das Telefonieren über das Internet bieten immer mehr Unternehmen an. Seit der letzten Woche können auch die Nutzer von Google Mail über den Dienst telefonieren. Auch Google soll an einer Übernahme von Skype interessiert gewesen sein.

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