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Sonstiges 03.03.2008
Sonstiges 03.03.2008

Cebit 2008: Vodafone legt Festnetz mit Arcor zusammen

Friedrich Joussen, Deutschlandchef Vodafone

Friedrich Joussen, Deutschlandchef Vodafone

Beim Ausbau von drahtlosen Hochgeschwindigkeitsnetzen erweist sich immer häufiger der drahtgebundene Backbone als Flaschenhals. Vodafone plant deshalb die Zusammenschaltung mehrerer Netze - und bleibt eine Antwort auf die Mobile-Internet-Preisoffensive von T-Mobile schuldig.

Vodafone-Deutschlandchef Friedrich Joussen hat einen deutlichen Ausbau der drahtlosen Breitband-Angebote in Deutschland angekündigt. Auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der Cebit in Hannover sagte Joussen, die mobile Datenübertragung habe sich zum treibenden Faktor für den Netzausbau erwiesen. Allerdings habe sich auch herausgestellt, dass dem weiteren Ausbau von drahtlosen Angeboten oft die begrenzte Kapazität der drahtgebundenen Backbones entgegenstehe: "Das sind die Bottlenecks". Deshalb will Vodafone jetzt sein Backbone-Netz mit dem der Konzernschwester Arcor zusammenlegen. Derzeit hält Vodafone 74 Prozent an Arcor, eine Übernahme der restlichen Anteile ist geplant.

Entgegen allgemeiner Erwartungen stellt Vodafone zur Cebit keine neuen UMTS-Preismodelle vor. Die Niedrigpreisinitiative von T-Mobile bleibt deshalb vorerst unbeantwortet. Derzeit bietet Vodafone eine "UMTS-Fair-Flat" mit 5 Gigabyte pro Monat für knapp 50 Euro an. Eine E-Mail-Flatrate für das Handy kostet bei Vodafone fünf Euro Aufpreis. Damit, so Joussen, sei man gut aufgestellt.

Außerdem kündigte Joussen ein Kooperationsprojekt mit dem Navigations-Experten Tom Tom an: Ab Sommer sollen spezielle Navigationsgeräte Informationen über Verkehrsstörungen an andere, mit gleichen Geräten ausgestattete Fahrzeuge übermitteln. So sollen Staus schneller erkannt werden. Vodafone plant, die Kooperation mit Tom Tom "mindestens die nächsten drei Jahre exklusiv zu führen", so Joussen.

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