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Sonstiges 08.04.2013
Sonstiges 08.04.2013

Die E-Commerce-Trends des Tages - 08.04.2013 ARD kassiert einstweilige Verfügung wegen Amazon-Leiharbeiter-Reportage

Was hat die ARD-Doku über die Arbeitsbedingungen der Leiharbeiter bei Amazon nicht für Staub aufgewirbelt. Doch jetzt stellt sich heraus: Die Macher des Films nahmen es mit der Wahrheit nicht immer so ganz genau und erfanden auch mal Details oder gar vermeintliche Zeugen dazu. Außerdem in den E-Commerce-Trends: Welche Frist Otto Start-Ups bis zum notwendigen Break-Even einräumt und worüber sich Schweizer Zalando-Kunden aufregen.

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- NEWS -

Die ARD hat wegen ihrer viel beachteten Fernseh-Doku "Ausgeliefert! Leiharbeit bei Amazon" eine einstweilige Verfügung kassiert. Das Leipziger Job-Touristikunternehmen CoCo hat vor dem Landgericht Hamburg erwirkt, dass der Film in seiner ursprünglichen Fassung nicht mehr in der ARD-Mediathek gezeigt werden darf. Der Grund: Der vermeintliche Speiseraum im Keller des Hotels, in dem Mitarbeiter "wie Schweine abgefüttert" würden, existiere überhaupt nicht. Auch an vielen anderen Stellen sei der Film "fragwürdig" und nehme es mit der Wahrheit nicht so genau. Auch der Hessische Rundfunk, der den Film für die ARD produzierte, räumte bereits Manipulation ein: Eine angebliche polnische Zeugin war frei erfunden. "Dass eine Frau Agnieszka Lewandowska niemals als Leiharbeiterin bei Amazon beschäftigt war, ist richtig", gab der HR zu. >>>Focus.de

Antevorte soll dem Vernehmen nach der Firmenname des neuen Otto-Projekts sein, das aktuell unter dem Namen "Collins" publik gemacht wurde. Das hat Exciting-Commerce-Blogger Jochen Krisch bei Xing ausgebuddelt. "Wir haben den ambitionierten Plan, einer der führenden Mode-Onlineshops in Deutschland zu werden und arbeiten hart an diesem Vorhaben", heißt es dort. Die ersten Shops sollen in rund vier Monaten an den Start gehen. >>>Exciting Commerce

Amazons Logistikmitarbeiter streiken nicht nur in Leipzig, sondern unter Umständen auch in Bad Hersfeld. Dort will die Gewerkschaft Verdi am heutigen Montag mit Amazon verhandeln, um einen Anerkennungstarifvertrag zu erzielen. Sollten diese scheitern, werde der größte der sieben Amazon-Standorte in Deutschland ab Dienstag bestreikt. >>>Buchreport.de

Otto (II) will seinen Online-Umsatz bis zum Jahr 2015 von aktuell 5,7 auf acht Milliarden Euro steigern. Im gleichen Zeitraum werden 300 Millionen Euro in die Weiterentwicklung der E-Commerce-Strategie investiert. Ein dreistelliger Millionenbetrag soll allein in Collins (s.o.) fließen. Eine weitere Säule der E-Commerce-Strategie sind handelsnahe Finanzdienstleistungen und Service wie die Crosschannel-Payment-Lösung Yapital, die im Sommer dieses Jahres startet. Viel Geduld mit Startups will Otto aber weiterhin nicht haben: Wer in fünf bis sieben Jahren nicht rentabel arbeitet, wird wieder fallengelassen. >>>Wiwo.de

Adidas setzt künftig auch auf virtuelle Umkleidekabinen, um die Retourenquoten zu senken. Über die Software des britischen Unternehmens Fits.me können Kunden anhand von Ankleidepuppen, die die eigenen Maße hat, sehen, wie das gewählte Kleidungsstück am eigenen Körper aussehen würde. >>>Digital Next

Mytoys hat 2012 rund 280 Millionen Euro Umsatz und damit rund 16 Prozent mehr als im Vorjahr erzielt. In den kommenden Jahren stehen 500 Millionen Euro auf dem Plan. Erst kürzlich kündigte das Unternehmen an, seinen bisherigen Logistikstandort in Langenselbold bis 2014 aufzugeben und in der hessischen Kleinstadt Gernsheim eine weitere Lagerhalle mit 12.000 Quadratmetern Fläche zu bauen, um das Wachstum handeln zu können. >>>IT-Director.de

Unserer Schlemmertüte will künftig nicht nur in der Innenstadt, sondern auch im Umland beliefern. Der Lieferservice von Kochrezepten und Produkten hat sein Liefergebiet in fast 200 zusätzliche Postleitzahlen-Gebiete erweitert. Dazu wurden die Postleitzahlen ausgewertet, die Kunden auf der Startseite eingeben, um zu prüfen, ob der Service für sie verfügbar ist. >>>Gründerszene.de

- INTERNATIONAL -

Zalando lässt sich die Lieferung in die Schweiz teuer bezahlen. Laut eines Reports des Schweizer TV-Magazins "Kassensturz" kosten die gleichen Produkte für Schweizer im Schnitt 15 Prozent mehr als für Deutsche, obwohl sie aus dem gleichen Lager verschickt werden. Bei einer Jeans von "G Star" lägen die Aufschläge gar bei 80 Prozent. Laut Zalando liege man bei den Schweiz-Aufschlägen im Vergleich mit anderen Online-Händlern am unteren Rand. Die Schweizer Stiftung für Konsumentenschutz jedoch hält das Vorgehen für inakzeptabel und moniert, dass auch eine Bestellung im deutschen Webshop nicht möglich sei. >>>Südkurier.de

Ocappi.com, ein Online-Juwelier aus den USA, hat zehn Millionen US-Dollar Risikokapital eingesammelt. Das Besondere daran: Bevor Kunden die zwischen 5.000 und 45.000 US-Dollar teuren Verlobungsringe bestellen, können sie sich zuvor Repliken aus Silber und Zirkonia als Ansichtsexemplare nach Hause schicken lassen. >>>Internet Retailer

Grohe, Südtirols führender Fachgroßhändler für Werkzeuge und Beschläge, hat unter www.groheshop.com einen Online-Shop für Handwerker gelauncht. 20.000 Produkte können mit zwei Klicks sofort erreicht werden. Bislang war im B-to-B-Shop des Unternehmens nur ein kleiner Teil des Sortiments erhältlich, der Rest wurde über dicke Produktkataloge verkauft. >>>Suedtirolnews.de

- BACKGROUND -

Shopping-Clubs: Mehr als vier Millionen Verbraucher sind mittlerweile in Deutschland bei Shopping-Clubs angemeldet, ermittelte Marktforscher Forsa. Vor allem bei jüngeren Internetnutzern sind die Angebote beliebt: 16 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sind Mitglied bei einem Shopping-Club. >>>Internetworld.de

- ZAHL DES TAGES -

3,9 Milliarden Euro soll der Bau des neuen Apple-Hauptquartiers in Cupertino kosten. Damit wäre der als ringförmiges Gebäude mit geschwungenen meterhohen Glasfenstern geplante Firmensitz teurer als das neue World Trade Center in den USA und drei Mal so teuer wie Bürogebäude mit vergleichbaren Büroflächen in Top-Lagen. >>>Spiegel.de

- GEHÖRT -

"Wir denken darüber nach, unsere Online-Auftritte eher aus dem Blickwinkel eines Tablet zu denken."
Otto-Chef Rainer Hillebrand setzt auf "Mobile First". Mehr als 80 Prozent aller Otto-Group-Shops halten aktuell für Smartphones optimierte Shopping-Lösungen bereit. >>>Etailment.de

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