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Sonstiges 19.07.2013
Sonstiges 19.07.2013

Die E-Commerce-Trends des Tages - 19.07.2013 Amazon kündigt Weihnachtsgeldzahlungen an

Von den aktuellen Streiks lässt Amazon sich nicht klein kriegen, Weihnachtsgeld will das Unternehmen seinen Logistikmitarbeitern in Deutschland in diesem Jahr aber trotzdem erstmals zahlen - völlig aus eigenem Antrieb, wie das Unternehmen betont. Bei der Summe allerdings dürften nicht alle "hurra" schreien, sie liegt nämlich erneut weit unter dem, was ein Tarifvertrag für den Einzelhandel vorsehen würde. Außerdem in den E-Commerce-Trends: dm beendet sein E-Commerce-Experiment mit Amazon und Zalando ist zweitgrößter Subventionsnehmer im deutschen Einzelhandel.

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- NEWS -

Amazon will in diesem Jahr erstmals Weihnachtsgeld für seine Mitarbeiter zahlen. Diese Entscheidung habe aber nichts mit den Streiks zu tun, sondern sei im Rahmen jährlicher Gehaltsüberlegungen entschieden worden, heißt es von Unternehmensseite. Bei der Summe bleibt Amazon dann auch hinter dem Tarifvertrag zurück: Ihm zufolge müssten 1.000 Euro gezahlt werden, Amazon will zwischen 400 und 600 Euro auf die Mitarbeiterkonten überweisen. Trotz neuer Streiks am Standort Leipzig, an dem 470 Lagerarbeiter teilnahmen, lehnt die Amazon-Geschäftsführung die Aufnahme von Tarifverhandlungen weiter ab. Es gebe "zu wenig Gemeinsamkeiten mit Verdi", so die Begründung. >>>Golem.de

dm beendet sein E-Commerce-Experiment bei Amazon. Die Entwicklung der Absatz- und Umsatzzahlen bei Amazon zeige, dass drogistische Produkte offenbar nach wie vor bevorzugt im stationären Einzelhandel gekauft würden, so dm-Chef Erich Harsch gegenüber der "Lebensmittelzeitung". Insgesamt habe der dm-Webshop bei Amazon nur wenig mehr als eine durchschnittliche Filiale abgeworfen. Weitere Schritte im E-Commerce werden nicht gänzlich abgelehnt, stünden jedoch konkret nicht auf der To-Do-Liste. >>>Der Handel

Amazon setzt mit der Preispolitik seiner eigenen Verlage den Rest der Verlagsbranche unter Druck. Während E-Books im Single Format (5.000 bis 30.000 Wörter) für 99 Cent zu haben sind, kosten dickere Werke ab zwei Euro. Die Kunden nehmen die günstigen E-Books dankbar an: In den Top Ten der Kindle-Bestsellerliste sind inzwischen sechs Amazon-Titel für zwei Euro zu finden. >>>Buchreport

Zalando erhielt vom Wirtschaftsministerium für seine Wirtschaftsförderung für strukturschwache Regionen bis zum Jahr 2012 Subventionen in Höhe von 3,3 Millionen Euro, meldet Bild.de. Das Geld floss vornehmlich in den Ausbau der Berliner Firmenzentrale sowie in das Logistikzentrum in Brieselang. Damit steht Zalando im Einzelhandelssegment auf Platz zwei der größten Subventionsempfänger. Platz eins geht an die Otto Gruppe. Sie hat 8,9 Millionen Euro kassiert und dafür Warenlager in strukturschwachen Regionen aufgebaut und modernisiert. 3.000 Arbeitsplätze seien neu geschaffen worden. Zalando hat auch für dieses Jahr Subventionen beantragt, Otto hat noch keine Neu-Anträge gestellt. >>>Bild.de

Upcload muss sein Business-Modell korrigieren. Der Grund: Zu wenig Online-Shopper haben in den vergangenen zwei Jahren ihre eigenen Körpermaße per Webcam ermittelt. >>>Textilwirtschaft

Real will sein Drive-In-Konzept ausbauen. Aktuell bastelt die Metro-Tochter an neuen Konzepten und Standorten für entsprechende Märkte. >>>Lebensmittelzeitung.net

- INTERNATIONAL -

Mango verkauft ab sofort auch Kindermode - und zwar bis Anfang August nur online. Erst danach kommt die neue Linie "Mango Kids" auch in rund 140 Filialen in 32 Ländern, darunter auch Deutschland. >>>Fabeau

Der US-Shopping-Club Gilt hat ein Kundenbonussystem entwickelt, das Verbraucher nicht nur beim Einkauf belohnt, sondern auch für den Besuch eines Sales oder die Weiterempfehlung an Freunde. Die Punkte können nicht nur in Preisnachlässe eingetauscht werden, sondern auch in früheren Zugang zu Verkaufsaktionen, Gratisversand oder die Einladung zu Events. >>>WWD.com

- BACKGROUND -

Internationalisierung: Das E-Commerce-Unternehmen asknet hat sieben Tipps zusammengestellt, die Händlern beim weltweiten Online-Verkauf helfen sollen. >>>Internetworld.de

Multichannel: Stationäre Händler beklagen oft, dass der E-Commerce ihnen das Geschäft kaputt macht. Dabei können sie von den Cross-Channel-Effekten auch profitieren. Ein Whitepaper des ECC Köln hat ermittelt, dass rund einem Viertel der stationären Käufe von Fashion und Accessoires eine Online-Informationsrecherche voraus geht. >>>Internetworld.de

- ZAHL DES TAGES -

Mehr als ein Drittel der Online-Modehändler muss bis zur Hälfte der Ware wieder zurücknehmen. Bei mehr als jedem zehnten E-Fashion-Shop sind es sogar bis zu 80 Prozent. Das zeigt die aktuelle Studie "Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce", die das EHI Retail Institute zusammen mit dem ECC Handel und der Strategieberatung Capgemini auflegte. Auch was Retouren kosten, ist der Erhebung zu entnehmen: Fünf Prozent der Modehändler schaffen Stückkosten von bis zu fünf Euro, 14 Prozent zahlen fünf bis 7,50 Euro und vier Prozent bis zu zehn Euro. Jeder fünfte Händler muss mit zehn bis 15 Euro pro Retoure fertig werden. >>>Etailment.de

- GEHÖRT -

“In apparel, e-commerce is really difficult. Returns are high. And if you’re going to do custom, remakes are going to be through the roof. The economics didn’t work. So we said: ‘We need to create an offline distribution engine.”
Hil Davis, CEO von J. Hilburn, hat das Tupperwaren-Konzept auf maßgeschneiderte Kleidung übertragen. Stilberater kommen zu den Kundinnen vor Ort und beraten sie beim Modekauf. Damit will das Unternehmen in diesem Jahr bereits 55 Millionen US-Dollar Umsatz erzielen. >>>Wired.com

"Same day delivery is the stupidest idea ever. Not only is it incredibly expensive - and consumers won't pay extra - the strategy is to get consumers addicted to the behavior to help subsidize the cost, but that just isn't going to happen. (...) Right now, you still get delivery windows when ordering groceries, so the logic is: I don’t have time to shop, but I have three to four hours to wait around for my order? It just doesn’t make sense."
Forrester-Chefin Sucharita Mulpuru-Kodali hält von Same-Day-Delivery - gelinde gesagt - gar nichts. >>>Foxbusiness.de

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