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Sonstiges 13.06.2013
Sonstiges 13.06.2013

Die E-Commerce-Trends des Tages - 13.06.2013

Amazon hübscht Beauty-Segment auf

Nach den Männern jetzt die Frauen: Amazon hat angekündigt, bis Ende des Jahres an seinem Kosmetikbereich zu feilen, um hochwertigen Kosmetikmarken ein hübscheres Umfeld zu bieten. Erst vor kurzem ging der Handelsriese mit einem wirklich hübschen Store für hochwertige Männerkosmetik online. Doch der schöne Schein ist nicht genug: Spannend wird sein, zu beobachten, ob die Markenhersteller, die es bislang sehr gut geschafft haben, ihr Preisniveau auf allen Verkaufsflächen stabil zu halten, aus Angst vor drohendem Preisverfall Amazon weiter die Stirn bieten - oder ob die schiere Reichweite des E-Commerce-Riesen hier alle Bedenken zerstreuen wird. Außerdem in den E-Commerce-Trends: Wie Weber-Shops über Smart-TVs verkauft werden und wie E-Commerce-Logistik Flutopfern hilft.

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- NEWS -

Electronic-Partner verliert seinen Chef. Jörg Ehmer, der Anfang 2010 zum Sprecher der Geschäftsführenden Direktoren bestellt wurde, legt Ende des Monats sein Amt als Vorstandssprecher nieder und verlässt die Verbundgruppe - offiziell auf eigenen Wunsch. Sein Nachfolger wird Friedrich Sobol. >>>Telecom Handel

Demmelhuber, ein Holzfachmarkt mit eigener Tischlerei und eigenem Online-Shop, verkauft seine Weber Grills ab sofort auch über eine Shopping-App im Smart-TV. Die App, die von MEKmedia umgesetzt wurde, erlaubt es den Nutzern, auf dem Fernsehbildschirm,  Produktvideos (kreiert von .dotkomm rich media solutions) und -informationen abzurufen und das gewünschte Modell dann per QR-Code zu bestellen. Dazu müssen Nutzer den Code lediglich mit der PayPal QRShopping-App auf ihrem Smartphone einscannen und können ih dann über eine 4-stellige PIN via Smartphone bezahlen. >>>per Mail

Amazon bewirbt seinen neuen "Kindle Paperwhite" unter dem Claim "Bitte umsteigen - auf die Textgröße Ihrer Wahl" in Bahnhöfen in Hamburg, Frankfurt, Berlin, München, Hannover und Stuttgart mit großflächigen Aufstellern und Plakaten. Die Plätze sind nicht dumm gewählt: Laut einer aktuellen E-Book-Studie des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels bevorzugen 58 Prozent der E-Book-Käufer, sie würden im Nahverkehr Digitales gegenüber Print bevorzugen, im Fernverkehr sind es gar 71 Prozent. >>>Buchreport.de

Windeln.de und Procter & Gamble haben eine spontane Hilfsaktion für Hochwasseropfer gestartet. Auf der Facebook-Seite von Pampers bat ein Facebook-Mitglied Pampers um Hilfe, da in vielen Notunterkünften Babys mit alten Tüchern gewickelt würden. Procter & Gamble reagierte sofort. Da man selbst nicht über die logistischen Strukturen verfügte, um innerhalb von 24 Studnen zu reagieren, wurde via Windeln.de ein Lastwagen an den betreffenden Ort geschickt. Der Handelskraft-Blog kommentiert: "Interessant, dass sich das hohe Tempo der E-Commerce-Logistik zu humanitären Zwecken einsetzen lässt. Nach all den Skandalen der letzten Zeit eine willkommene Perspektive darauf." >>>Handelskraft-Blog

Wilhelm Koch, Osnabrücker Großhändler für Haustechnik, hat seinen B-to-B-Shop von IBM überarbeiten lassen. Mithilfe von "Digital Analytics" sollen die präsentierten Produkte besser auf den jeweiligen Shop-Besucher abgestimmt werden. Mittelfristig will das Unternehmen den Online-Anteil am Gesamtumsatz von aktuell unter zehn auf 25 Prozent steigern. >>>OnetoOne.de

Rutronik24, ein B-to-B-Shop für Bauteile mit Zielgruppe Ingenieure, Entwickler und Einkäufer, hat seine E-Commerce-Plattform um die Online-Community "Tech Forum" erweitert. Ziel sei es, Rutronik-Kunden eine Plattform zu bieten, über die sie sich untereinander aber auch mit den Fachleuten von Rutronik über neue Technologien, Produkte und Designtrends austauschen können. >>>Elektronikinformationen.de

- INTERNATIONAL -

Amazon will noch im Laufe dieses Jahres seinen Kosmetikbereich aufhübschen - und könnte damit eine neue Branche revolutionieren. Denn bislang gibt es im Handel mit hochwertiger Kosmetik kaum Rabatte oder Sonderangebote. Insofern ist auch fraglich, ob es dem Konzern gelingt, entsprechende Markenanbieter auf seine Seite zu ziehen. Bislang nämlich finden sich auf den Amazon-Seiten nur Massen-Marken wie Revlon oder Maybelline. Produkte von Clinique oder Chanel werden nur über Marktplatzpartner angeboten. Das soll sich aber bis Jahresende ändern, wie Kategorie-Manager Chance Wales erläuterte. Kunden sollen dann ein ganz anderes Einkaufserlebnis und eine ganz andere Auswahl als bislang erhalten. Wie das aussehen könnte, hat Amazon ja schon im Männerkosmetik-Bereich demonstriert, wo vor wenigen Wochen eine neue Micro-Site online ging. Das Marktsegment ist für den Online-Riesen aber durchaus vielversprechend: Allein in den USA gaben Verbraucher in den vergangenen zwölf Monaten bis Ende April 10,6 Milliarden US-Dollar für Make-Up, Parfüm und Gesichtspflege aus. >>>Forbes

Ebay (I) bastelt an der Optimierung seiner Suche. Nutzer, die zum ersten Mal auf die Seite kommen, sollen dann nur noch Festpreisangebote von Verkäufern mit Top-Bewertung angezeigt bekommen. Erst wenn der Nutzer sich besser auf der Seite zurecht findet, bekommt er auch weitere Suchergebnisse eingeblendet. >>>tmta.de

Ebay (II) baut sein Same-Day-Delivery-Programm "Ebay now" aus. Die entsprechende App soll es in Kürze auch für Android geben. Darüber hinaus sollen in den kommenden Wochen auch Konsumenten in der Bay Area Peninsula, Queens und Brooklyns sowie später im Sommer noch Chicago und Dallas in den Genuss kommen, von örtlichen Handelsketten wie Urban Outfitters, ToysRUs, Macy's, Walgreens, Home Depot und Target online zu bestellen und die Waren postwendend nach Hause geliefert zu bekommen. >>>eCommerce Bytes

Sainsbury's vermeldet für das zweite Quartal gegenüber dem Vorjahr E-Commerce-Wachstumsraten von 16 Prozent. Größter Wachstumstreiber der britischen Supermarktkette sei die Convenience. Auch in den Convenience Stores stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 20 Prozent. Der Gesamtumsatz lag bei einem Plus von 3,3 Prozent - dank der Eröffnung neuer Filialen. >>>Internet Retailing

Barclaycard UK hat unter dem Namen "Bespoke Offers" eine Social-Commerce-Plattform gelauncht, über die Nutzer Zugang zu mehr als 5.000 Schnäppchenangeboten erhalten. Das Produktportfolio konzentriert sich auf Produkte, die Kunden im Alltag regelmäßig benötigen. So gibt es Rabatt auf Benzin, Kinokarten, Starbucks-Kaffee, Kleidung, Wein und vieles mehr. >>>ClickZ

Asos hat seine Erlöse in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012/13 um 38 Prozent auf 640 Millionen Euro gesteigert. Das stärkste Wachstum verbuchte der britische Modeversender in den USA (plus 56 Prozent), in Europa gingen die Umsätze um 43 Prozent nach oben. >>>Textilwirtschaft

Airbnb gibt einen Einblick in seine Aktivitäten in Paris: Demzufolge hat die Vermittlungsplattform für Privatunterkünfte für die französische Hauptstadt bereits Umsätze in Höhe von 185 Millionen Euro generiert. Der durchschnittliche Pariser Hotelgast bliebe im Schnitt 2,3 Nächte und gebe dabei 438 Euro aus, Airbnb-Gäste würden 5,2 Nächte buchen und 864 Euro in der Stadt lassen. Insgesamt zählt der Dienst in Paris 10.500 Gastgeber, die im Schnitt 3,8 Nächte pro Monat über Airbnb verkaufen und damit 297 Euro pro Monat verdienen. 80 Prozent der Zimmeranbieter vermieten die Unterkunft, in der sie auch selbst wohnen. Der Zimmerpreis bei Airbnb liege im Schnitt bei 125 Euro. Hotels würden 164 Euro verlangen. >>>TechCrunch

Sidecar heißt ein neues Startup im Bereich Sharing Economy, das private Autofahrer zu Chauffeuren macht. Über die Sidecar-App können Nutzer in neun US-Städte nach einer Mitfahrgelegenheit suchen, wenn gerade kein Taxi oder kein Bus in der Nähe ist. WSJ-Autor Michael Kofsky hat es ausprobiert und ein Video dazu veröffentlicht. Anbieter können 20 bis 30 US-Dollar pro Stunde und 400 bis 500 US-Dollar pro Woche verdienen. Erwartungsgemäß hat die Taxi-Branche bereits Beschwerde gegen Sidecar eingelegt. >>>WSJ-Blog

- BACKGROUND -

E-Commerce-Recht: Großbritannien gilt in Sachen Online-Handel zwar als liberales Land. Doch wer als deutscher Webhändler dort eine Niederlassung eröffnen will, muss sich bei der britischen Datenschutzbehörde ICO registrieren lassen. Darauf weist die IT-Recht Kanzlei hin. Wer es nicht tut, riskiere Strafgelder in Höhe von bis zu 500.000 Pfund. Die Registrierung kann per E-Mail an notification@ico.org.uk erfolgen. Deutsche Onlinehändler müssten allerdings einen Datenschutzbeauftragten mit Sitz in Großbritannien ernennen. >>>IT-Recht Kanzlei

- GEHÖRT -

"Die Österreicher sind keine Online-Muffel, sondern sind beim E-Commerce in Europa unter den Top Fünf. Es sind also alle Voraussetzungen da, doch der Einzelhandel hat es verpasst, auf den Zug aufzuspringen."
E-Commerce-Berater Robert Hadzetovic warnt den Handel in Österreich vor einem "Mikro-Globalisierungseffekt". Da viele Österreicher auf ausländischen Online-Plattformen einkaufen, breche volkswirtschaftliche Wertschöpfung weg. Doch der Handel würde gelassen dabei zusehen. >>>Wirtschaftsblatt.at

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