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Kritik an Datenschutzplänen für Social-Media-Werbung
Sonstiges 14.06.2011
Sonstiges 14.06.2011

Kritik an Datenschutzplänen für Social-Media-Werbung Am falschen Ende angesetzt

Die Bundesregierung möchte durch die Haftbarmachung von Anzeigenkunden auf sozialen Medien ausländische Dienste wie Facebook und Twitter auf die deutsche Datenschutzlinie bringen. Für deutsche Unternehmen hieße das womöglich der Verzicht auf Werbung in sozialen Kanälen.

Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) hält das Vorhaben des Bundesministerium für Verbraucherschutz für "unsinnig": Deutsche Werbekunden von Facebook, Google, Yahoo und so weiter könnten für Datenschutzverstöße der Portale, auf denen sie werben, haftbar gemacht werden. Über diese Weitergabe auf die deutschen Werbetreibenden hofft das Ministerium die ausländischen Internetfirmen dazu zu zwingen, ihre Datenschutzregelungen auf den deutschen Standard abzustimmen.

"Eine solche Regelung wäre schlicht unsinnig, weil Unternehmen für Dinge haftbar gemacht werden, die sie gar nicht prüfen können“, sagt der OWM-Vorsitzende Uwe Becker. "Unternehmen können in diesen Medien nicht mehr werben, wenn sie auf der sicheren Seite sein wollen.“

Social-Media-Werbung wird mittlerweile von 44 Prozent der Marketer betrieben. Vor allem Anzeigen werden dabei von den Marketing-Verantwortlichen gebucht. Facebook ist dabei das zu Marketingzwecken mit Abstand meist genutzte Netzwerk.

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