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Sonstiges 17.12.2013
Sonstiges 17.12.2013

Click & Collect bei Saturn Abolung in der Filiale boomt

Rund 40 Prozent der Kunden, die bei Saturn Waren online bestellen, holen diese in einer Filiale in der Nähe ab. Die Elektronik-Kette will diesen Anteil weiter ausbauen.

Multichannel ist das Schlagwort im E-Commerce - und als Saturn im Oktober 2011 (wieder) in den Online-Handel einstieg, setzten die Ingolstädter von Beginn an auf eine enge Verzahnung von Online- und Offline-Handel. Eine Strategie, die sich nun offenbar auszahlt. Erst vergangene Woche hatte die Mutter Metro gemeldet, dass der Online-Umsatz der Media-Saturn-Gruppe, zu der auch Redcoon gehört, um 75 Prozent gewachsen ist und mittlerweile die 800 Millionen beträgt.

Gegenüber der Tageszeitung "" gab Saturn-Geschäftsführer Carsten Strese nun weitere Details bekannt. "Rund 40 Prozent unserer Kunden entscheiden sich, online gekaufte Waren bei uns im Markt abzuholen", sagte er. Die Höhe der Selbstabholergruppe habe ihn selbst überrascht - und sie wachse stetig, so Strese weiter.

Dabei möchte Saturn vor allem mit schnellen Abholzeiten weiter punkten. Ist das Produkt im Markt vorhanden, so können Kunden es innerhalb von einer Stunde im Laden abholen. Dieser Zeitvorteil schwindet allerdings, wenn die Ware aus dem Zentrallager geliefert werden muss, dann dauert es einige Tage, bis das Produkt im Shop vorrätig ist. Dem Kunden werden beim Einkauf die möglichen Varianten angezeigt.

Im Vergleich zu anderen Multichannel-Anbietern ist Saturn damit allerdings gut aufgestellt: Bei so manchen Multichannel-Anbietern wie beispielsweise Kaufhof muss der Kunde grundsätzlich warten, bis die online bestellte Ware aus dem Zentrallager geliefert wird - selbst wenn das Produkt in einer Filiale vorhanden ist. Und das dauert in der Regel einige Tage.

Grundsätzlich sieht Strese Saturn mittlerweile als Trendsetter in Sachen E-Commerce, und in seiner Strategie bestätigt. Schließlich würden immer mehr Wettbewerber ebenfalls auf Multichannel setzen und selbst reine Online-Händler in das Geschäft mit stationären Shops einsteigen. Expansion ist auch bei Saturn im Plan: "Wir werden weitere Standorte eröffnen. Im Markt ist noch Platz für uns, zumal einige Wettbewerber ausgestiegen sind", sagt Strese. So hat beispielsweise die Rewe-Gruppe in diesem Jahr die ProMarkt-Kette verkauft, wobei nicht alle Shops einen neuen Eigentümer fanden und schließen mussten.

Saturn wiederum betreibt aktuell bundesweit 153 Märkte und plant auch online den Ausbau des Sortiments. Zum Vergleich: Zum Start im Oktober 2011 hatte das Unternehmen knapp 2.000 Produkte im Shop, mittlerweile sind es laut dem Deutschland-Chef knapp 30.000 Artikel.

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