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Rund 390 Millionen Euro für kostenpflichtige Dateien (Foto: fotolia.com/cpauscher)
Sonstiges 06.12.2010
Sonstiges 06.12.2010

Rekordumsatz für den deutschen Downloadmarkt Rund 390 Millionen Euro für kostenpflichtige Dateien

Musik, Spiele, Videos, Hörbücher oder Software: Für Downloads auf stationäre und mobile PCs geben die Deutschen dieses Jahr die Rekordsumme von rund 390 Millionen Euro aus. Das sind 49 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Die Anzahl bezahlter Downloads wird bis zum Jahresende auf etwa 90 Millionen steigen, was einem Anstieg von 43 Prozent gegenüber 2009 entspricht. Diese Zahlen nennt der Branchenverband Bitkom auf Basis einer gemeinsamen Erhebung mit dem Marktforschungsinstitut GfK. "Dies ist bei weitem der stärkste Zuwachs seit Jahren", sagt Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. Durch schnellere Internetzugänge und ein breiteres Angebot rechnet der Verband auch für 2011 mit einem kräftigen Wachstum von einem Drittel oder mehr.

Die Anbieter kostenpflichtiger Dateien sind vor allem im Hinblick auf das aktuelle Weihnachtsgeschäft zuversichtlich. Traditionell ist die Nachfrage im vierten Quartal des Jahres am höchsten. Bereits von Januar bis September 2010 luden die Nutzer insgesamt 62 Millionen Dateien herunter, über alle Produktgruppen hinweg kostete ein einzelner Download in diesem Zeitraum durchschnittlich 4,41 Euro. Die Nachfrage nach PC-Downloads geht laut Bitkom weiterhin stärker von Männern aus, diese laden mehr als 62 Prozent der Dateien herunter. Mehr als die Hälfte der Käufer sind über 30 Jahre alt.

Nach Einschätzung des Verbandes werden im kommenden Jahr neue Smartphones, E-Book-Reader und Tablet-PCs den Markt für mobile Downloads weiter antreiben. Auch der Start des UMTS-Nachfolgers LTE, der eine deutlich höhere Geschwindigkeit ermöglicht, könnte einen Beitrag dazu leisten. Bereits im November hatte Bitkom eine Einschätzung vorgelegt, wonach im Jahr 2011 jedes dritte neue Mobiltelefon ein Smartphone sein wird. Gleichzeitig soll im kommenden Jahr erstmals die Marke von zehn Millionen Geräten überschritten werden.

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