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BKA macht Webshop-Erpresser dingfest (Foto: Fotolia / Yuri Arcurs)
Sonstiges 09.08.2011
Sonstiges 09.08.2011

BKA macht Webshop-Erpresser dingfest 30 Online-Shops mit DDoS-Attacken erpresst

"Wenn Sie nicht zahlen, legen wir Ihre Server lahm" - mit derartigen Drohungen versuchten vier Jugendliche zwischen 17 und 23 Jahren im Sommer 2010, 30 Webshop-Betreiber zu Schutzgeldzahlungen in Höhe von 50 bis 250 Euro zu erpressen. Jetzt wurden sie von der Polizei dingfest gemacht.

Rund 1.000 Euro sollen die vier Jugendlichen mit ihren DDoS-Drohungen erbeutet haben. Die Webshopbetreiber jedoch kostete die teilweise stundenlange Lahmlegung ihrer Server durch erfolgreiche DDoS-Attacken mindestens 100.000 Euro.

Jetzt ermitteln die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt gegen die vier Tatverdächtigen in Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern, nachdem rund 40 Beamte den Fall schlussendlich erfolgreich lösten. Festgenommen wurde jedoch keiner der vier - wegen des "Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit.

Webshop-Betreiber, die ebenfalls Opfer von Erpressungsversuchen sind, rät das BKA, sich sofort an die zuständigen Polizeibehörden zu wenden.

Erst vergangenen Samstag enttarnte die Kölner Polizei den mutmaßlichen Rewe-Hacker, der 50.000 Datensätze aus einer Datenbank der Supermarktkette entwendete. Der 23-Jährige ist allerdings noch auf der Flucht.

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