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Onlinehandel macht zehn Prozent des Einzelhandelsumsatzes aus Foto: istock.com/nullplus
Sonstiges 14.02.2011
Sonstiges 14.02.2011

Onlinehandel macht zehn Prozent des Einzelhandelsumsatzes aus Bis 2020 wird jeder fünfte Euro online ausgegeben

Das Wachstum des Onlinehandels geht weiter: In diesem Jahr sollen zehn Prozent des Gesamtumsatzes im Einzelhandel bereits online erwirtschaftet werden, prognostiziert das eWeb-Reseach-Center um Gerrit Heinemann der Hochschule Niederrhein. Bis 2020 könne der Anteil sogar auf 20 Prozent steigen - allerdings nur im Non-Food-Bereich.

Im vergangenen Jahr wuchs der Anteil des Onlinehandels am Gesamtumsatz im Einzelhandel um 18 Prozent auf 18,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von lediglich 4,7 Prozent am Umsatzvolumen von rund 392 Milliarden Euro. Allerdings eigne sich der Food-Bereich laut den Forschern nicht für den Onlinehandel. Deshalb sei ein Vergleich mit dem Non-Food-Segment, der 2010 211 Milliarden Euro erwirtschafte aussagekräftiger. Hier liegt der Onlineanteil bei 8,6 Prozent. Dieser Anteil soll sich auch bei konservativer Prognose in diesem Jahr auf über zehn Prozent erhöhen.

Gute Gründe fürs Wachstum

Für ein weiteres Wachstum sprechen mehrere Faktoren, erklärt Heinemann. So stecke in der Netzinfrastruktur noch einiges an Potenzial, da noch nicht überall große Bandweiten erreicht würden. Mehr Internetleistung bedeute auch mehr Webtraffic und damit letztlich mehr Onlinekäufe. Für Wachstum sollen auch die großen deutschen Filialisten sorgen. Vielen von ihnen hätten gerade erst begonnen, ein Onlineangebot aufzubauen. Zudem seien ein Drittel der Deutschen noch nicht online. Dafür gäbe es eine große Zahl junger Internetnutzer, die in Zukunft auch online einkauften.

Bücher und Medien gehen online am besten

An der Spitze der Verkaufscharts liegen Bücher, CDs und DVDs. Die Deutschen bestellen 16 Prozent der Waren online. Bekleidungsartikel und Schuhe gehen zu 12 Prozent über virtuelle Ladentheken. Ein Zehntel der deutschen Computer und des Zubehörs wird im Internet gekauft. Weniger etabliert ist der Onlinehandel bei Hobby- und Freizeitartikeln sowie bei Haushaltswaren.

"Die Zukunft gehört Multichannel-Händlern, die verstehen, welche Bedürfnisse ihre Kunden im Internet und in der Filiale haben und sie auf allen Kanälen bedienen können. Das große Potenzial des Einzelhandels liegt im Cross-Channel-Management, also der Verzahnung der Verkaufskanäle", sagt Gerrit Heinemann.

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