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Sattes Wachstum im US-E-Commerce (Foto: istock / sodafish)
Sonstiges 09.08.2011
Sonstiges 09.08.2011

Sattes Wachstum im US-E-Commerce 14 Prozent Umsatzplus im zweiten Quartal

Während die Börsenwelt derzeit ängstlich auf Europa schielt, dürfen deutsche Webhändler erwartungsfroh Richtung USA blicken. Dort kletterten die E-Commerce-Umsätze im zweiten Quartal 2011 auf 37,5 Milliarden Dollar. Vom Wachstum profitieren nicht nur die Großen.

Das entspricht einem Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, meldet das Marktforschungsinstitut Comscore. Damit wachsen die Quartalsergebnisse im US-E-Commerce (ausgeschlossen sind Umsätze im Bereich Reise, Auktionen, Autos und größere Firmenanschaffungen) zum sieben Mal in Folge positiv und zum dritten Mal in Folge im zweistelligen Bereich. Das Umsatzwachstum verdanken die Händler vor allem einer noch immer steigenden Zahl an Online-Shoppern. Von April bis Ende Juni kauften den Marktforschern zufolge sieben von zehn Internet-Nutzern mindestens einmal im Internet ein.

Die gefragtesten Produktkategorien waren Consumer Electronics, Computer-Hard- und Software und Veranstaltungstickets. Jede dieser Kategorien verzeichnete im zweiten Quartal 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus von über 15 Prozent. Erfreulich vor allem für kleinere Händler ist, dass diese es inzwischen stärker schaffen, die Kundschaft auch in die eigenen Shops zu ziehen. Entsprechend ist der Marktanteil der Großen leicht gesunken: Die Top-25-Online-Händler der USA halten nur noch 66,4 Prozent des Marktanteils. Im dritten Quartal 2010 waren es noch 69,9 Prozent.

"Es ist mehr als deutlich, dass die Kunden immer mehr in Online-Kanälen einkaufen, weil sie dort unter anderem niedriger Preise finden", analysiert Comscore-Chef Gian Fulgoni die Studienergebnisse. "Wir dürfen aber nicht vergessen, dass die wirtschaftliche Situation keine starke Erholung erwarten lässt. Dank eines niedrigen Wirtschaftswachstums, einer ständig steigenden Zahl an Arbeitslosen und aufgescheuchten Finanzmärkten sind die Konsumenten weniger optimistisch als in den vorhergehenden Quartalen. Wir glauben, dass das dritte Quartal ein wichtiger Indikator dafür sein wird, in welche Richtung sich die Wirtschaft entwickelt und was das für die Konsumausgaben bedeutet."

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