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PaketPLUS expandiert nach Großbritannien
Sonstiges 02.12.2010
Sonstiges 02.12.2010

PaketPLUS expandiert nach Großbritannien "Bis 100 Prozent geben wir an unsere Partner weiter"

Will mehr Reichweite: Bastian Mell

Will mehr Reichweite: Bastian Mell

PaketPLUS hat seit seinem Start im vergangenen Jahr über seine Onlineplattform 30 Millionen Flyer als Beilage für Onlinehändler vermittelt. Jetzt expandiert das Affiliate-Netzwerk für Paketbeilagen nach Großbritannien. internetworld.de sprach mit Gründer und Geschäftsführer Bastian Mell über Targeting, Testkäufe und die Abrechnung per Tausend-Kontakt-Preis.

Sie haben PaketPLUS vor knapp zwei Jahren gemeinsam mit Alexander Schwinn gegründet. Wie viele Onlinehändler legen ihren Sendungen Werbung bei, die über Ihre Plattform bestellt und abgerechnet wird.

Bastian Mell: Wir haben inzwischen 1.700 Partner, darunter die großen und reichweitenstarken eBay- und Amazon-Marketplace-Verkäufer, aber auch sehr viele spezialisierte Onlineshops - und wir können die Empfänger sehr genau auf bestimmte Zielgruppen eingrenzen.

Wie fein ist Ihr Targeting? Kann ich über PaketPLUS die 40-jährige Hundebesitzerin erreichen?

Mell: Diese genaue Kombination ist schwierig, aber den Hundebesitzer erreichen wir über Shops im Tier- und Hundebereich, auch eine Frau in der Altersklasse über 30 Jahre, die sich für Mode interessiert, ist kein Problem. Unser Targeting funktioniert auf Shopebene. Entweder ein Werbetreibender nennt uns die Shops, deren Sendungen seine Flyer beigelegt werden sollen, oder wir übernehmen die Zuordnung. Wir finden jedenfalls für jede Kampagne den passenden Partner.

Wie können Sie sich da so sicher sein?

Mell: Viele unserer Partner sind sehr spitz aufgestellt, deswegen sind die Streuverluste gering. Über einen Wollshop erreichen Sie Frauen mittleren Alters, die gerne handarbeiten. Onlinehändler, die Produkte für Männer und Frauen im Angebot haben, bitten wir, die Werbung nur dem einen Geschlecht beizulegen.

Wie kontrollieren Sie das?

Mell: Wir tätigen Testkäufe, dafür haben wir einen Praktikanten, der den ganzen Tag nur einkauft, und wir arbeiten mit Codes, die für Vorteilsangebote gelten, sowie mit Trackingslinks. Auf diese Weise können wir sehen, wie viele Personen über einen Link gekommen sind, der nur auf dem Flyer eines bestimmten Partners genannt war.

 Wie viele Unternehmen verbreiten Ihre Werbung über PaketPLUS?

Mell: Wir haben im vergangenen Jahr über 200 Kampagnen abgeschlossen, die Zahl der Werbetreibenden liegt bei 120 bis 150 Firmen.

Großes Potenzial in Großbritannien

Nach welchem Modus rechnen Sie ab?

Mell: Hauptsächlich per Tausend-Kontakt-Preis. Die Partner bekommen fünf bis zehn Cent pro Beilage und können bis zui drei Beilagen pro Paket versenden. Von den Budgets, die wir von den Werbepartnern erhalten, geben wir 70 bis 90 Prozent an unsere Versandpartner weiter, teilweise sogar 100 Prozent. Wir bieten auch Cost-per-Lead-Kampagnen an, allerdings ist dies immer stark abhängig vom Angebot des jeweiligen Werbepartners.

Wenn Sie 100 Prozent an Ihre Partner abgeben, verdienen Sie nichts.

Mell: Das stimmt. Aber bei uns steht derzeit nicht der Gewinn im Vordergrund, wir wollen unsere Reichweite vergrößern und das Netzwerk weiter etablieren. Über die Konditionen können wir mit den Partnern später noch sprechen.

Dann lassen Sie uns jetzt bitte über Ihren Umsatz reden.

Mell: Über Umsatz reden wir nicht. Aber ich kann Ihnen sagen, dass wir bereits eine Million Euro an unsere Partner ausgeschüttet haben. Nach Weihnachten werden es 1,5 Millionen Euro sein.

Sie starten heute mit PackVertise.co.uk den ersten internationalen Ableger Ihres Netzwerks. Warum haben Sie sich Großbritannien als zweiten Markt nach Deutschland ausgesucht?

Mell: Der Markt gleicht dem deutschen - eBay ist ebenfalls stark vertreten und auch die Größe der Händler ähnelt sich. Wir rechnen also mit großem Potenzial und das erste Feedback der Händler gibt uns recht.

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