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Nachfrage nach IT-Sicherheitstechnologien steigt
Sonstiges 10.07.2013
Sonstiges 10.07.2013

Nachfrage nach IT-Sicherheitstechnologien steigt Wachsendes Sicherheitsbedürfnis

Spätestens seit dem Skandal um das Überwachungsprogramm Prism ist das Thema IT-Sicherheit wieder in aller Munde. Der Branchenverband Bitkom prognostiziert nun, dass die Nachfrage nach Sicherheitstechnologien im IT-Bereich in diesem Jahr in Deutschland um fünf Prozent steigt.

Der Umsatz mit Software und Diensten bei Virenscannern, Firewalls, Zugriffsverwaltungen und ähnlichem wird dieses Jahr um fünf Prozent auf gut 3,3 Milliarden Euro wachsen, schätzt der Hightech-Verband Bitkom. Einen Großteil des Umsatzes machen dabei Services wie Beratung, Implementierung und Wartung (78 Prozent). "Unabhängig von der Diskussion über staatliche Überwachungsprogramme sollten Unternehmen und Verbraucher ihre IT-Systeme schützen sowie besonders sensible Daten vor dem elektronischen Versand verschlüsseln", rät Bitkom-Präsident Dieter Kempf. "Die Berichte über Prism und Tempora haben das Bewusstsein für IT-Sicherheit deutlich gesteigert", so Kempf weiter. Der Verband geht daher davon aus, dass der Markt für IT-Sicherheit sogar stärker wachsen könnte als bislang erwartet.

Viele Unternehmen sind auf IT-Angriffe und Notfälle nicht ausreichend vorbereitet, moniert der Bitkom. Einer Unternehmensbefragung im Auftrag des Branchenverbands zufolge hatte 2012 fast jedes zweite Unternehmen nicht einmal einen Notfallplan für IT-Sicherheitsvorfälle. Zudem vernachlässigen viele Arbeitgeber die das Thema Sicherheit, kritisiert Kempf: "Vier von zehn Beschäftigten bekommen in Sachen IT-Sicherheit nicht die notwendige Unterstützung von ihren Arbeitgebern. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen unterschätzten die Risiken durch Computer- und Internetkriminalität."

Die Angaben zum Markt für IT-Sicherheit stammen von einer Studie des Marktforschungsinstituts IDC Central, die in der kommenden Woche veröffentlicht wird. Sie wurden vor den aktuellen Berichten über staatliche Überwachungsprogramme erhoben.

Auch 2012 warnte der Bitkom vor Schäden durch Internetkriminalität:Trotz Rückgang der Straftaten insgesamt seien bestimmte Delikte, wie zum Beispiel das Phishing, angestiegen. Aus Angst vor Cybercrime verzichten viele Nutzer auf Online-Shopping.

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