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Justfab verklagt Fab
Sonstiges 30.07.2013
Sonstiges 30.07.2013

Justfab verklagt Fab Überhaupt nicht fabelhaft

Die Namen der beiden E-Commerce-Unternehmen laden auch wirklich zu Verwechslungen ein. Fab oder Justfab - wer ist eigentlich wer? Jetzt hat Justfab eine Klage gegen Fab eingereicht. Unter anderem wegen Markenverletzung und unlauterem Wettbewerb. Fab kündigte an, es wolle seine Marke "aggressiv verteidigen". Zudem konzentriert das Unternehmen seine Aktivitäten in New York und streicht hundert Stellen in Berlin.

Das im Jahr 2010 gegründete E-Commerce-Unternehmen Justfab (Originalname: Just Fabulous) hat das E-Commerce-Unternehmen Fab verklagt. In der Klage geht es unter anderem um Markenverletzung wegen eines "verwirrend ähnlichen Namens" und unlauteren Wettbewerb. Beide Shopping-Seiten verkaufen Mode zu reduzierten Preisen für Mitglieder. Fab nahm bereits Stellung zu den Anschuldigungen: "Wir werden unsere Marke, unsere Produkte und Services, die wir unseren Kunden weltweit anbieten, aggressiv verteidigen", zitiert Techcrunch einen Sprecher. 

Justfab-Justiziar Matt Fojut entgegnete: "Wir sind nicht nur darauf vorbereitet, unser geistiges Eigentum zu verteidigen, sondern glauben auch, dass wir die Verantwortung haben, jede tatsächliche oder mögliche Verwirrung zu beenden, die entsteht, wenn jemand anderes einen gleichen Namen verwendet." In der Klage, die in Kalifornien eingereicht wurde, fordert Justfab, dass Fab.com keine Produkte verkaufen soll, die in direkter Konkurrenz zu Justfab.com stehen. Die Klage vermerkt,  Fab.com habe sich im Jahr 2011 von einer sozialen Netzwerk-Seite in ein E-Commerce-Portal verwandelt, das seinen Mitgliedern Schnäppchen anbietet - genau wie Justfab. Zudem verkaufe Fab.com oft auch die gleichen Produkte - zusammen mit dem ähnlichen Namen könne dies eine "Marktplatz-Verwirrung" hervorrufen.

Und noch eine Parallele zwischen den beiden Unternehmen gibt es: Beide streben Umsätze in Höhe von 250 Millionen Euro in diesem Jahr an. Im Juni hatte Fab den Abschluss des ersten Teils einer neuen Finanzierungsrunde in Höhe von 150 Millionen US-Dollar verkündet. Unter den Investoren sind zwei Unternehmen aus Asien - sie sollen Fab auch bei der Expansion in neue Märkte unterstützen.

In Berlin wird es künftig allerdings hundert Fab-Mitarbeiter weniger geben. Das kündigt CEO Jason Goldberg in seinem Blog an. Das Unternehmen streicht 70 Stellen sofort, den Rest nach einer Übergangszeit. Über 30 Mitarbeiter wurden gefragt, von Berlin nach New York zu ziehen. Lediglich der regionale Kundendienst, Versand, Finanzen, IT- und HR-Einheiten sollen noch an den europäischen Standorten in Berlin und Eindhoven verbleiben. Und auch der Möbel-Service "Fab Designed By You" verbleibt in der deutschen Hauptstadt. Ursprünglich sollte die Berliner Zentrale 250 Mitarbeiter beschäftigen. Doch mit dem Abschied vom Flash-Sale-Modell ist es jetzt nicht mehr nötig, in Europa und den USA zwei annähernd identisch arbeitende Teams zu beschäftigten.

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