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Datenschutz bei Social-Media-Werbung
Sonstiges 24.06.2011
Sonstiges 24.06.2011

Datenschutz bei Social-Media-Werbung Keine Strafen für Werbetreibende

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner möchte Unternehmen, die in Social Media werben, für Datenschutzverstöße der Netzwerke haftbar machen. Drei Viertel der internetworld.de-User lehnen diesen Ansatz ab.

Knapp 75 Prozent der befragten User sind der Meinung, dass die Firmen, die ihre Anzeigen zum Beispiel bei Facebook, Twitter und Foursquare einstellen, keinerlei Einfluss auf den Datenschutz der Netzwerke haben. Deshalb dürften Werbetreibende auch nicht für Verstöße gegen den Datenschutz der sozialen Medien haftbar gemacht werden.

Ein Viertel der Befragten teilt diese Auffassung jedoch nicht. Ihrer Meinung zufolge sollten Werbetreibende durchaus in Haftung genommen werden, schließlich bezahlen sie die sozialen Netzwerke für das Schalten der Anzeigen, die mitunter auch nur deshalb so genau die Zielgruppe erreichen, da dafür Datenschutzrichtlinien vernachlässigt werden. An der Umfrage beteiligten sich 103 Personen.

Aigners Ziel ist es, den Datenschutz für die deutschen Internetnutzer zu stärken. US-Firmen wie Facebook oder Google lassen sich in Deutschland nicht belangen, deshalb will Aigner das Verantwortungsbewusstsein der deutschen Werbetreibenden wachrütteln. In Grunde wählt sie dabei eine ähnliche Strategie wie der Gesetzgeber im Straßenverkehr. Dort werden auch nicht die Automobilhersteller, Straßenbauunternehmen oder die Bundesländer für Geschwindigkeitsübertretungen und dadurch verursachte Unfälle zu Rechenschaft gezogen, sondern der Autofahrer.

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