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Sonstiges 08.08.2012
Sonstiges 08.08.2012

TV-Portal gestoppt Rückschlag für ProSiebenSat1 und RTL

Aus für die gemeinsamen Internet-Pläne.

Aus für die gemeinsamen Internet-Pläne.

Die Privatsender RTL und ProSiebenSat.1 hatten große Pläne für ein gemeinsames kostenloses TV-Portal im Internet. Diese müssen sie jetzt wohl begraben: Das Oberlandesgericht Düsseldorf bestätigte am Mittwoch eine Untersagungsverfügung des Bundeskartellamtes.

Der Grund für das Verbot: Durch das geplante Gemeinschaftsunternehmen würde nach Auffassung des Gerichts das marktbeherrschende Duopol der beiden Sendergruppen im Fernseh-Werbemarkt weiter verstärkt. Außerdem verstoße die Online-Video-Plattform gegen das Verbot wettbewerbsbeschränkender Vereinbarungen.

Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Zwar ließ das Gericht eine Rechtsbeschwerde nicht zu, die Sender können gegen diese Entscheidung allerdings noch Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einlegen.

Die beiden größten deutschen Privatsender wollten gemeinsam eine auch für andere Sender offene, werbefinanzierte Online-Plattform gründen. Dort sollten Fernsehzuschauer Serien, Filme, Shows und Nachrichtensendungen nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage lang abrufen können. Durch die leichtere Auffindbarkeit erhofften sich die Sender unter anderem höhere Einnahmen aus der Internet-Video-Werbung.

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