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Sonstiges 16.10.2018
Sonstiges 16.10.2018

Neues Verpackungsgesetz Online-Lizensierung von Verpackungen

shutterstock.com/cybrain
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Zum Jahreswechsel 2019 tritt das neue Verpackungsgesetz in Kraft. Eine ganze Reihe von Dienstleistern bieten Shop-Betreibern Hilfe an, etwa durch eine Online-Lizenzierung der Verpackungen.

Am 1. Januar 2019 ist es so weit: Das neue Verpackungsgesetz, kurz VerpackG, tritt in Kraft. Es nimmt alle Händler und Hersteller, die verpackte Waren an Konsumenten vertreiben, in die Pflicht, ihre Verpackungen bei einem dualen System zu lizenzieren und bei der "Zentralen Stelle Verpackungsregister" anzumelden. Das gilt auch für kleinere Online-Händler.

Das neue Gesetz hat etliche Dienstleister auf den Plan gerufen: Sie bieten online die Lizenzierung und Registrierung der Verpackungen an. So hat die DSD Duales System Holding, bekannt als Betreiber des Grünen Punkts, den Web-Service www.VerpackGo.de gestartet. Auf der Seite können Hersteller und Händler über einen Lizenzrechner die Kosten für ihre Verpackungen berechnen. Dazu müssen sie unter anderem Gewicht und Materialart ihrer Verpackungen angeben. In einem zweiten Schritt können sie ihre systembeteiligungspflichtigen Verpackungen beim Grünen Punkt lizenzieren. Zudem liefert die Seite Informationen dazu, welche Arten von Verpackungen betroffen sind.

Ähnlich aufgestellt ist das neue Portal www.Lizenzero.de des Umweltdienstleisters ­Interseroh: Neben umfangreichen Hin­tergrundinformationen finden die Inte­ressenten auch hier einen Lizenzrechner für ihre verschiedenen Verpackungen und können diese online bei Interseroh lizenzieren. Weitere Wettbewerber mit vergleichbaren Angeboten sind unter anderem die Landbell AG für Rückholsysteme mit ihrem Portal www.Verpackungsgesetz-info.de und die Zentek GmbH mit ihrer Online-Plattform www.Zmart24.de.

Registereintrag online

Neu im Verpackungsgesetz ist eine Registrierungspflicht für die Händler und Hersteller, die systembeteiligungspflichtige Verpackungen verwenden, bei der neu geschaffenen "Zentralen Stelle Verpackungsregister" (ZSVR). Die Stiftung und das Register namens "LUCID" sind über das Portal www.Verpackungsregister.org zu finden. Seit Ende August läuft dort die Vorregistrierung, ab Oktober können die Daten zu den Verpackungen gemeldet werden.

Ziel dieser Registrierung und Meldung ist mehr Transparenz: Auf der einen Seite geben Händler und Hersteller die Verpackungsmengen an, die sie in Verkehr bringen, auf der anderen Seite melden die Entsorgungsunternehmen die Mengen, die sie in den Wertstoffkreislauf zurückführen. So soll sich leichter kontrollieren lassen, ob die in Umlauf gebrachten Verpackungen tatsächlich recycelt werden.

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