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Sonstiges 19.11.2012
Sonstiges 19.11.2012

Jugendschutz Großbritannien plant Netzfilter für Haushalte mit Kindern

Wer künftig in Großbritannien einen neuen Rechner kauft oder einen Vertrag über einen Internetanschluss abschließt, soll vor der Nutzung gefragt werden, ob es Kinder im Haushalt gibt. Wird diese Frage bejaht, soll der Nutzer durch einen Prozess geführt werden, in dem er einen Netzfilter einrichten kann.

So sollen beispielsweise auch zeitgesteuerte Kontrollen eingerichtet werden können, um den Zugriff auf bestimmte Seiten nur zu bestimmten Uhrzeiten zu ermöglichen. Die Zeitung "Daily Mail" hatte über die Pläne berichtet und sie als Erfolg der eigenen Kampagne "Block Online Porn" bezeichnet.

Die Bürgerrechtsorganisation "Open Rights Group" betonte jedoch, dass die nun bekannt gewordenen Pläne sich deutlich von den Forderungen der "Daily Mail" unterscheiden. So wäre ursprüngliche eine automatische Blockade bestimmter – beispielsweise pornographischer – Inhalte gefordert worden, aus der sich jeder Nutzer explizit hätte austragen müssen. Davon hätten Experten jedoch abgeraten. Stattdessen sollten die Eltern bei diesem Thema eine aktivere Rolle spielen.

Ob, wann und in welcher Form die Internetfilter in Großbritannien tatsächlich zum Einsatz kommen werden, ist noch ungewiss. "Open Rights Group" und "Daily Mail" sind sich jedoch sicher, dass sowohl die Nutzer als auch die Provider die neuen Pläne begrüßen dürften.

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