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Sonstiges 23.06.2015
Sonstiges 23.06.2015

DLD Summer 2015 Was kann das Internet der Dinge?

Shutterstock.com/weedezig
Shutterstock.com/weedezig

Alle Welt redet vom Internet der Dinge. Aber was können die vernetzten Geräte tatsächlich leisten - und was sind die Gefahren? Darüber wurde auf der DLD Summer Konferenz diskutiert.

Kaum eine Digitalkonferenz, in der nicht über das Internet der Dinge gesprochen wird - aber wo sind eigentlich die ganzen Produkte, die miteinander sprechen? Darüber diskutierte Karsten Lemm (Wired Deutschland) mit Jackson Bond (Relayr), Kerstin Günther (Deutsche Telekom), Lars Hinrichs (Gründer von Xing und Cinco-Capital) und Aysegul Ildeniz (Intel).

Lars Hinrichs ist überzeugt, dass in Zukunft alles und jeder miteinander vernetzt sein wird. Er sieht vor allem Vorteile beim Smart Home: Wenn das Haus weiß, wann seine Bewohner zuhause sind und wann nicht, ließen sich viele Kosten einsparen. Das vernetzte Haus könne das Leben seiner Bewohner erleichtern und ihnen mehr Zeit geben. In den kommenden fünf Jahren werden die Preise für die entsprechende Technologie für viele Nutzer bezahlbar sein, glaubt Hinrichs. Gefragt nach den Gefahren einer allumfassenden Vernetzung stellt Hinrichs allerdings klar: "Eine hundertprozentige Sicherheit kann es nicht geben." Das größte Risiko für einen Angriff durch Hacker stelle aber der Nutzer selbst dar, der gerne Standard-Passwörter verwendet.

Kerstin Günther findet, dass Menschen in Deutschland generell zu ängstlich seien, wenn es um die Nutzung und das Ausprobieren neuer Technologien geht. In Afrika sei es zum Beispiel ganz normal, dass Menschen alles mit ihrem Handy erledigen, auch Geldüberweisungen. Sie erwartet sich von den vernetzten Geräten eine unmittelbare Reaktion, welche die menschliche Reaktionszeit ablöst, etwa wenn es darum geht einen Autounfall zu verhindern. Günther befürchtet, dass Europa bei der technologischen Entwicklung im weltweiten Vergleich zurückfallen könne: "Wir haben 300 Service Provider, es fehlt an gemeinsamen Netzwerken und Standards". Innovationen und neue Produkte kämen aus China oder den USA, nicht aber aus Europa. Sie glaubt aber, dass es in fünf Jahren ein paneuropäisches Netzwerk geben könne, das es ermöglicht, Neuerungen europaweit einzuführen.

Jackson Bond sieht im Internet der Dinge eine Möglichkeit, beispielsweise mittels Sensoren Daten von veralteten Geräten zu sammeln. Aysegul Ildeniz erkennt indessen eine Revolution, die das Leben der Menschen global nachhaltig verändern könnte. Heute können Menschen ihre Wünsche und Ziele aller Welt mitteilen. "Ich stelle mir den Tag vor, an dem wir damit anfangen, auch das zu tun, was wir tun wollen."

Big Data durchdringt immer mehr Lebensbereiche. Wie Daten das Gesundheitswesen in Zukunft bestimmen werden, war ebenfalls Thema auf der DLD Summer Konferenz in München.

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