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Sonstiges 28.07.2015
Sonstiges 28.07.2015

Google-Produkte Kein Google+ für Anmeldung mehr nötig

shutterstock.com/AHMAD FAIZAL YAHYA
shutterstock.com/AHMAD FAIZAL YAHYA

Dass Google+ auf dem absteigenden Ast ist, ist kein Geheimnis. Nun rückt der Konzern noch weiter von seinem sozialen Netzwerk ab und koppelt diverse Plattformen von Google+ ab.

Lange hatte Google viel daran gesetzt, neue Nutzer für Google+ zu gewinnen. So wurde beispielsweise das Kommentar-System für Youtube auf Mitglieder von Google+ beschränkt. Zudem sind User, die einen eigenen Youtube-Kanal betreiben oder den Foto-Dienst Picasa nutzen, schon seit einiger Zeit auf das soziale Netzwerk angewiesen. Doch jetzt scheint der Konzern dem zunehmenden Abstieg seiner Plattform nichts mehr entgegensetzen zu wollen. Künftig ist es nicht mehr nötig, einen Google+-Account zu besitzen, um sich bei anderen Services anzumelden.
 
Als erstes ist das bei Googles Video-Plattform Youtube der Fall, berichtet der Googlewatchblog. Künftig können User Youtube-Kommentare wieder ohne Google+ nutzen, ein Profil auf Google+ ist für Youtube-Kanäle nicht mehr nötig. Kommentare, die zu Youtube-Videos auf Google+ gemacht wurden, sollen nicht mehr auf Youtube erscheinen. Das gleiche gilt auch, wenn direkt unter Youtube-Videos kommentiert wurde. Diese erscheinen nicht mehr auf Google+. Einige Funktionen von Google+ sollen aber erhalten bleiben, darunter das Blockieren bestimmter Worte, der Review von Kommentaren und das automatische Freischalten bestimmter Fans.

Ein Abkopplung von weiteren Diensten soll nun kontinuierlich folgen. Im vergangenen Jahr wurde bereits der Google+-Zwang für Gmail abgeschafft. Wer einen neuen Google-Account für den Mailservice Gmail erstellt, muss nicht mehr zwangsweise Mitglied bei Google+ werden. Ein simpler Druck auf den "Nein danke"-Button bei der Einrichtung genügt.

Daneben fügt sich Google nun der EU-Regelung, wonach Publisher das Einverständnis der Seitenbesucher zur Datennutzung brauchen: Webseitenbetreiber, die Google-Produkte oder -Dienste wie DoubleClick oder AdSense in Anspruch nehmen, müssen sich mit neuen Richtlinien vertraut machen. Als Reaktion auf die Compliance-Vorschriften der EU benötigen Publisher in Zukunft das Einverständnis der aus der EU kommenden Seitenbesucher für die Sicherung oder Nutzung ihrer Daten.

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