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Amazon 11.10.2016
Amazon 11.10.2016

E-Book-Markt E-Book-Nutzung stagniert seit drei Jahren

Shutterstock.com/Your_Design
Shutterstock.com/Your_Design

Rund jeder vierte Deutsche liest E-Books - diese Zahl ist das dritte Jahr in Folge "stabil", so das Wording einer entsprechenden Bitkom-Studie. Der E-Book-Markt brauche neue Impulse, um wieder in Fahrt zu kommen.

Amazon mit seinem Kindle, Hugendubel, Thalia und Co und ihr Tolino und neuerdings auch Aldi mit seinem Medion-Tablet überbieten sich seit Jahren darin, immer ausgefeiltere Lesegeräte und innovative Nutzungsmodelle für E-Books auf den Markt zu bringen - allerdings mit mäßigem Erfolg, wie eine repräsentative Umfrage des Bitkom unter 2.171 deutschen Verbrauchern zeigt: Ein Viertel der Deutschen liest digitale Bücher; im Vergleich zu den beiden Vorjahren blieb der Anteil der E-Book-Leser an der Gesamtbevölkerung damit nahezu konstant.

Etwas verbreiteter sind E-Books unter der jüngeren Zielgruppe: 36 Prozent der 14-29-Jährigen nutzen E-Books, unter den 30-49-Jährigen sind es 30 Prozent. Die Silver-Surfer bis 64 Jahre liegen mit 23 Prozent noch knapp unter dem Durchschnitt, aber die Älteren können sich kaum für digitale Bücher begeistern: Nur sieben Prozent der über 65-Jährigen lesen E-Books.

Bitkom-studie-Ebooks

Bitkom

Ein Grund für die Stagnation dürfte im Pricing liegen: In Deutschland sind E-Books aufgrund der Buchpreisbindung und der Ungleichbehandlung bei der Mehrwertsteuer (für E-Books gilt der normale Steuersatz von 19 Prozent, für gedruckte Bücher der ermäßigte Satz von sieben Prozent) nur minimal günstiger als gedruckte Bücher. Außerdem hält das Rechtemanagement nicht mit dem üblichen Verhalten unter Viellesern Schritt: So würde jeder zweite E-Book-Nutzer seine digitalen Bücher gern an Freunde ausleihen - dafür hat sich bisher aber noch keine technische Lösung gefunden.

Lesegerät Nummer 1: Das Smartphone

Dagegen spielt höchster Lesekomfort offenbar keine so große Rolle für die Nutzer, wie die E-Book-Branche bisher angenommen hat. Gelesen wir stattdessen mit allem, was gerade zur Hand ist - und die meisten Leser nutzen dafür auch mehrere Geräte: 41 Prozent der E-Book-Nutzer lesen ihre digitalen Bücher auf ihrem Smartphone, 24 Prozent auf dem Tablet. 46 Prozent nutzen E-Book-Reader wie den Kindle, Tolino oder Kobo. Daraus wird klar: Technische Lösungen für synchrones Lesen auf mehreren Geräten liegen hoch im Kurs.

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