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Krisensitzung
Sonstiges 15.06.2020
Sonstiges 15.06.2020

IT-Strategien Überleben in der Krise: 8 Tipps für CIOs

shutterstock.com/fizkes
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Was können Chief Information Officer (CIO), also die IT-Leiter einer Firma, in einer Krise tun, um ein finanzielles Überleben ihres Unternehmens zu sichern? Wir nennen acht Maßnahmen.

Das Marktforschungsunternehmen Gartner empfiehlt CIOs folgende acht Maßnahmen, um ein finanzielles Überleben ihres Unternehmens in der Krise zu sichern:

1. Nicht unbedingt notwendige Ausgaben sofort auf Eis legen

CIOs sollten feststellen, welche Anteile ihrer laufenden Ausgaben zurückgestellt, gestrichen oder reduziert werden können. Die Aufmerksamkeit sollte sich auf nicht essenzielle, variable Aufwände konzentrieren, die noch nicht entstanden oder bereits beauftragt wurden.

2. Steigende Kosten einkalkulieren

Die Verlagerung der Arbeit ins Homeoffice kann zu erhöhten Ausgaben führen, etwa für die Beschaffung von Laptops, Monitoren und mobilen Endgeräten, sowie zu steigenden Software-, VPN- und Kommunikationskosten.

3. Kostenstrukturen bereinigen

CIOs sollten in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen alle Lieferanten, Dienstleister und Zahlungsverpflichtungen auf den Prüfstand stellen und in drei Gruppen einteilen: Aufträge, auf die ohne nennenswerten Einfluss für das Kerngeschäft verzichtet werden kann, sollten sofort gekündigt beziehungsweise ausgesetzt werden.

Zur zweiten Gruppe gehören Kosten, bei deren Reduktion es zu Leistungseinbußen kommen könnte. Hier müssen spezifische Maßnahmen zur Ausgabenreduktion und Risikominimierung entwickelt werden.

Die dritte Gruppe umfasst schließlich Aufwände für geschäftskritische Leistungen. Lieferanten und Dienstleister, die in diese Kategorie fallen, sollten auf ihre Überlebensfähigkeit überprüft werden. Gegebenenfalls sind Notfallmaßnahmen erforderlich, um risikobehaftete Partner zu stützen.

4. Nicht geschäftskritische Projekte stoppen

Alle Projekte, die nicht unmittelbar für den aktuellen Cash-Flow und das langfristige Überleben des Unternehmens relevant sind, sollten gestoppt werden. Bei geschäftskritischen Projekten ist zu überprüfen, ob diese teilweise reduziert und kostengünstiger weitergeführt werden können.

5. Alle neuen Ausgaben verschieben

CIOs sollten geplante, aber noch nicht begonnene Projekte verschieben und alle für zukünftige Personal-, Infrastruktur- oder Upgrade-Maßnahmen vorgesehenen Drittmittel freigeben.

6. Das Service-Level senken

Kosten für Cloud- oder Kommunikationsdienste lassen sich reduzieren, indem die Nutzung eingeschränkt wird oder die Vertragsbedingungen neu verhandelt werden.

7. Den Verbrauch reduzieren

CIOs sollten mit den Fachbereichsleitern über veränderte Arbeitsabläufe verhandeln, die die IT-Ressourcen effizienter nutzen oder bestimmte Dienste ganz überflüssig machen.

8. Finanzhilfen nutzen

Bund und Länder bieten zahlreiche Unterstützungsprogramme, um der Wirtschaft durch die Krise zu helfen. Der CIO sollte gemeinsam mit dem CFO diese Programme evaluieren und alternative Finanzierungsmöglichkeiten ausloten.

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