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Sommer
Sonstiges 10.06.2020
Sonstiges 10.06.2020

idealo-Studie Wegen Corona: Preisanstieg im Mai bei vielen Sommerprodukten

Wie sieht die Preisentwicklung von Sommerprodukten in diesem Jahr aus?

shutterstock.com/Kiselev Andrey Valerevich

Wie sieht die Preisentwicklung von Sommerprodukten in diesem Jahr aus?

shutterstock.com/Kiselev Andrey Valerevich

Sorgt die Corona-Krise für eine Preiserhöhung im Online-Handel? Viele Sommerprodukte in diesem Jahr sind bis zu 23 Prozent teurer. Das ergab zumindest eine Studie von idealo.

Produkte für Garten und Balkon, Sport im Freien oder einen gemütlichen Grillabend haben spätestens jetzt wieder Hochkonjunktur im Online-Handel. In den letzten Jahren wurden viele typische Sommerprodukte pünktlich zur Saison günstiger. Aber wie sieht die Preisentwicklung von Sommerprodukten in diesem Jahr aus? Hat die Corona-Pandemie einen Einfluss auf die Preisgestaltung der Online-Händler? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Analyse der Shopping- und Vergleichsplattform idealo.

Verglichen wurde der Durchschnittspreis in der jeweiligen Produktkategorie auf idealo.de im Mai 2020 mit dem Durchschnittspreis der vergangenen drei Jahre im gleichen Untersuchungszeitraum (Mai 2017 bis 2019). Angegeben ist die Preisentwicklung in Prozent.

Preisanstieg im Mai bei vielen Sommerprodukten

Demnach waren viele typische Sommerprodukte im Mai 2020 merklich teurer als im Durchschnitt der letzten drei Jahre. Das betrifft Gartenmöbel wie Gartenstühle (+14 Prozent), Gartentische (+12 Prozent) und Gartenliegen (+23 Prozent).

Aber auch Sonnenpflege (+13 Prozent) und Sonnenschirme (+8 Prozent), Gartenschläuche (+21 Prozent) und Ventilatoren (+9 Prozent) waren im Mai dieses Jahres teurer als in den letzten Jahren zum gleichen Zeitpunkt. Mit Koffern (+9 Prozent), Fahrradträgern (+13 Prozent) und Zelten (+9 Prozent) sind außerdem typische Produkte für den Sommerurlaub von einem spürbaren Preisanstieg betroffen.

Die Ausnahme

Laut idealo waren aber nicht alle Produktgruppen vom Preisanstieg im Online-Handel betroffen: Grills beispielsweise lagen im Mai 2020 nur 2 Prozent über dem Durchschnitt der letzten Jahre - ein Wert, der durchaus auf natürliche Preisschwankungen zurückzuführen ist.

Auch Boote (+2 Prozent) und Bademode (-3 Prozent) weichen nur geringfügig ab. Bei Sonnenbrillen ist sogar eine Tendenz nach unten erkennbar (-5 Prozent), während Rasenmäher in diesem Mai im Schnitt sogar deutlich günstiger erhältlich waren als in den Vorjahren (-12 Prozent).

Sommerprodukte im Juni und Juli

Normalerweise sind Mai, Juni und Juli für viele saisonale Produkte die günstigsten Monate - gegenüber den teureren Monaten im Herbst und Winter lassen sich hier oft 10 Prozent und mehr sparen.

Ob die Preise wie im Mai ungewöhnlich hoch bleiben oder im Laufe des Sommers wieder fallen werden, lässt sich aufgrund der außergewöhnlichen Situation noch nicht mit Gewissheit sagen, so idealo. Wenn die von der Bundesregierung beschlossene Reduzierung der Mehrwertsteuer an die Verbraucher weitergegeben wird, könnten die Preise zumindest wieder ein bisschen sinken.

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