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Sonstiges
03.04.2020
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03.04.2020

"Händler helfen Händlern" Corona-Diskussion: "Kopf in den Sand bringt nichts"

Shutterstock.com / Angelina Bambina
Shutterstock.com / Angelina Bambina

Der Handel steht vor der vielleicht größten Herausforderung seiner Geschichte. Wie gehen die Akteure damit um? Darüber diskutierte Marcus Diekmann, Geschäftsführer Rose Bikes, mit Vertretern von Gerry Weber, Eisman, Intersport und BVB.

Bei Intersport in Deutschland haben aufgrund der Corona-Pandemie rund 1.500 Geschäfte in Deutschland und weitere 1.100 in Österreich geschlossen. Bei Gerry Weber hängt in 300 eigenen Stores und 300 Stores der Franchise-Nehmern ein "Sorry we're closed"-Schild im Fenster. Der Bundesliga-Club Borussia Dortmund musste sieben Fanshops schließen und bei Rose Bikes stehen die Kunden in drei Filialen vor geschlossenen Ladentüren. 

Während der Bocholter Fahrradhändler, der seit Jahren rund 80 Prozent seines Umsatzes online erzielt, den Verlust auf der Fläche online auffangen kann, sieht es bei den anderen Retailern anders aus: "Die Situation ist desaströs", bringt es Alexander Gedat, Aufsichtsratsvorsitzender der Modemarke Gerry Weber auf den Punkt. "Wir gehen für das Gesamtjahr davon aus, dass wir 30 Prozent weniger Umsatz machen als budgetiert", sagt er. Das sei ein Einschnitt, der nicht so einfach zu verkraften sei.

Das größte Problem der Retailer ist, dass in ihren Läden für Millionen von Euro Ware liegt, die sich in einigen Monaten so nicht mehr verkaufen lässt. Besonders gravierend wirken sich die Saisonwechsel dabei in der Modebranche aus. Doch auch Intersport-CDO Carsten Schmitz geht davon aus, dass sich nach dem Shutdown maximal noch für die Running-Ware aus der Frühjahrssaison Käufer finden. Darüber hinaus werde es dann aber schon dünn. "Wir kommen aus einem extrem schlechten Winter", skizziert Schmitz die Nöte seiner angeschlossenen Sporthändler. "Und auf der Ware, die du für das Frühjahr eingekauft hast, bleibst du einfach sitzen."

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