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Sonstiges 04.07.2014
Sonstiges 04.07.2014

Shop-Optimierung Mit A/B-Tests die Conversion verbessern

Fotolia/luchschen shutte
Fotolia/luchschen shutte

Findet ein Shop-Betreiber Schwachstellen an seinem Shop, gilt es, Möglichkeiten zur Optimierung herauszufinden. A/B-Tests zeigen, welche Varianten besser funktionieren.

Olaf Brandt, Director Product Management bei etracker, einem Anbieter von Lösungen für die Analyse und Optimierung von Websites, erklärt, welche sieben Website-Elemente für A/B-Tests besonders gut geeignet sind und gibt Tipps für die Optimierung:


 
1. Seitenlayout
Die Wirkung Ihrer Website wird maßgeblich durch das grundsätzliche Seitenlayout bestimmt. Kleine Änderungen bei der Anordnung von Elementen, ihrer Farbgebung oder Größe sowie dem Verhältnis von Text und Bild können entscheidenden Einfluss auf die Wirkung haben. Machen Sie sich Erkenntnisse aus der Wahrnehmungspsychologie zunutze: Besucher schauen als erstes auf Fotos und Grafiken, bevor ihr Blick zu anderen Elementen wandert. Um den Blickverlauf des Nutzers zu lenken und die Aufmerksamkeit zu halten, eignen sich beispielsweise auch pfeilartige Elemente.


 
2. Überschriften
Überschriften sind eines der ersten Elemente, die ein Besucher auf einer Website sieht. Spielen Sie doch einmal mit den Überschriftentexten. Was wirkt besser auf den Seitenbesucher: eine funktionale Überschrift ("So arbeitet das Produkt XY") oder eine lösungsorientierte Headline ("Mit dem Produkt XY ABC bewirken")? Auch kann die Headline eine direkte Handlungsaufforderung beinhalten ("Probieren Sie XY aus"). Zudem kann getestet werden, ob die Größe, Farbe, Länge oder Platzierung der Überschrift positive Auswirkungen hat.


 
3. Navigation
Die Navigation dient dazu, Ihre Besucher zielgerichtet durch Ihre Website zu leiten. Größe, Farbgebung und Anordnung der Navigationselemente haben einen direkten Einfluss darauf, welche Pfade Ihre Besucher nehmen, um das Gewünschte zu finden. Wollen Sie den Besucher zum Beispiel auf eine neue Produktkategorie aufmerksam machen, arbeiten Sie mit Farbkontrasten. Für temporäre Produkt- oder Angebotsseiten eignen sich Störer, also visuelle Elemente, die sich von der Umgebung abheben. Nutzen Sie zum Beispiel ein rundes Element, wenn die Website sonst eher auf eckige Formen setzt. Außerdem lohnt es sich auch, auszuprobieren, ob die Navigation gegebenenfalls zu umfangreich ist und vereinfacht werden sollte.


 
4. Copy-Texte

Die Formulierung Ihrer Texte spielt eine wesentliche Rolle bei der Vermarktung des Inhalts. Neben formalen Merkmalen wie Textumfang, Schriftgröße sowie Schriftart und -farbe können Sie auch inhaltliche Varianten testen, zum Beispiel hinsichtlich Tonalität oder Art der Ansprache.


 
5. Angebote
Welches Angebot machen Sie Ihren Kunden? Ändern Sie für einen A/B-Test doch einmal den Preis Ihres Produktes oder geben Sie Rabatte oder kleine Extras zu einer Bestellung hinzu.


 
6. Call-to-Action-Buttons
Der Call-to-Action (CTA), die Handlungsaufforderung, ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt für die Conversion. Bereits kleine Änderungen hinsichtlich Farbe, Größe und Platzierung des Buttons sowie Textänderungen können die Konversionsrate signifikant erhöhen. Spielen Sie mit Kontrasten, mit verschiedenen Texten oder testen Sie die Blickverfolgung. Nutzen Sie zum Beispiel auf Ihrer Website ein Bild, auf der eine Person in Richtung Call-to-Action-Button blickt. Website-Besucher fokussieren Ihren Blick nämlich automatisch auf die Objekte, die von anderen Menschen angeschaut werden.


 
7. Medienarten
Unterschiedliche Medienarten auf Ihrer Website laden den Nutzer zum Verweilen ein und können dabei helfen, mehr Umsatz zu genieren. Ergänzen oder ersetzen Sie Produkttexte mit Bildern oder Videos. Spielen Sie mit der Darstellung von Bildergalerien, Produktbewertungen oder Empfehlungen für Cross-Selling.

Die Konversionsrate zählt zu den wichtigsten Kennzahlen eines Online-Shops. Dennoch bewerten Branchenkenner die Bedeutung der Conversion Rate unterschiedlich.

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