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Sonstiges 16.03.2015
Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet die CeBIT
Sonstiges 16.03.2015

Auftakt

Bundeskanzlerin Merkel eröffnet CeBIT

Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet die CeBIT

CeBIT

Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet die CeBIT

CeBIT

Am Sonntagabend hat Angela Merkel die weltgrößte ITK-Messe CeBIT in Hannover eröffnet. Im Mittelpunkt stand die Digitalisierung - und mit Alibaba-Chef Jack Ma das Partnerland China.

Angela Merkel gab gestern Abend in Hannover den Startschuss zur weltgrößten ITK-Messe CeBIT . Neben der Bundeskanzlerin waren mit Alibaba-Chef Jack Ma und dem chinesischen Vizepremier Ma Kai gleich zwei hochkarätige Redner aus dem diesjährigen Partnerland China mit von der Partie.

Merkel betonte in ihrer Eröffnungsrede, wie alle gesellschaftlichen Bereiche vom digitalen Wandel durchdrungen werden. Themen wie Big Data und Cloud Computing böten viele Chancen, aber auch datenschutzrechtliche Risiken. Digitale Produkte müssten daher verlässlich sein, damit ihnen die Menschen vertrauen könnten, so die Kanzlerin.

Weiterhin forderte Merkel die Schaffung eines digitalen Binnenmarkts - und verbindliche Regeln zu Roaming und zur Netzneutralität. Mit Blick auf Deutschland soll durch die Versteigerung weiterer Mobilfunkfrequenzen der Breitbandausbau mitfinanziert werden. Das nun vorgelegte Gesetz zur WLAN-Haftung soll des Weiteren mehr Rechtssicherheit für Hotspot-Betreibern schaffen.

In ihrer Ansprache warb Merkel darüber hinaus für eine enge Zusammenarbeit mit China. Kooperationen böten sich förmlich an, so die Regierungschefin. Gleichzeitig mahnte sie aber auch faire Spielregeln an - und betonte die Bedeutung von Faktoren wie Berechenbarkeit, Verlässlichkeit oder Gleichbehandlung.

In diesem Zusammenhang verwies Merkel auch auf das geplante Abkommen zum Investitionsschutz für Unternehmen zwischen China und der EU, für das sie sich einsetze - und das schon bald einen Abschluss finden soll. Durch das Abkommen sollen unter anderem ausländische Investoren im Gastland vor staatlicher Bevormundung besser geschützt werden.

Auch China habe Interesse daran, Handelshemmnisse zu beseitigen, um einen globalen Markt aufzubauen, betonte der chinesische Vize-Ministerpräsident Ma Kai. Mut zur Innovation müsse einhergehen mit internationaler Kooperation.

Jack Ma, Chef des chinesischen Handelsriesen Alibaba, will hingegen von Deutschland lernen, wie sich Unternehmen langfristig erfolgreich auf dem Markt positionieren können. Viele Internet-Firmen existierten oft nur wenige Jahre, so Ma. Seine Forderung: „Wir brauchen eine Lösung, mit der man so lange überleben kann wie Mercedes und Siemens.“

Alibabas aktuelle Pläne: Gemeinsam mit dem chinesischen Automobilhersteller SAIC will der E-Commerce-Riese ein Auto bauen, mit dem Fahrer im Internet einkaufen und verschiedene Online-Dienste nutzen können.

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