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Sonstiges 11.07.2016
Sonstiges 11.07.2016

Börse IPO: Messenger Line kann 1,3 Milliarden US-Dollar verdienen

shutterstock.com/Epsicons
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Der bisher größte Tech-Börsengang des Jahres steht an: Der japanische Messenger Line könnte bei seinem IPO in dieser Woche rund 1,3 Milliarden US-Dollar einnehmen.

Beim bisher größten Tech-Börsengang des Jahres wird der Kurzmitteilungsdienst Line umgerechnet über eine Milliarde US-Dollar einnehmen. Der aus Japan stammende Konkurrent von Facebook-Diensten wie Messenger und WhatsApp setzte am Montag den Ausgabepreis seiner Aktie am oberen Ende der Preisspanne bei 3300 Yen fest.

Zu den 35 Millionen Anteilsscheinen plant Line über eine sogenannte Greenshoe-Option weitere 5,3 Millionen Aktien zum Emissionspreis anzubieten. Damit steigen die zu erwartenden Erlöse auf 1,3 Milliarden Dollar. Line wird somit aktuell mit 6,9 Milliarden US-Dollar bewertet. Die Aktien kommen am 14. Juli in New York und am Tag darauf in Tokio in den Handel.

Line hatte die Spanne vor rund zwei Wochen mit einer Preisspanne von 2700 bis 3200 Yen für die Aktie bereits hochgesetzt. Die Tech-Branche erhofft sich von der Platzierung eine Signalwirkung: Das Klima für Internet-Börsengänge ist in diesem Jahr bisher mau.

Line soll auch im Westen bekannter werden

Für den dualen Börsengang in den USA und Japan hat sich der Messenger entschieden, um die Marke auch im Westen bekannter zu machen. Eigenen Angaben zufolge will Line seine starke Position in Asien stärken und seine weltweite Expansion aktiver gestalten.

Line gehört dem südkoreanischen Internet-Konzern Naver und hat nach jüngsten Zahlen von Ende März rund 218 Millionen aktive Nutzer im Monat. Mehr als die Hälfte von ihnen lebt in Japan, Thailand, Taiwan und Indonesien. Mit dem Messenger können User aber nicht nur Nachrichten austauschen. Sie können auch Videos streamen, einen Tisch im Restaurant bestellen, Spiele spielen oder Sticker verschicken. Weltweit wird der Messenger-Markt vor allem von Facebook beherrscht: WhatsApp kommt auf eine Milliarde Nutzer und der Facebook Messenger auf 900 Millionen.

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