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Sonstiges 07.12.2012
Sonstiges 07.12.2012

Porno-Panne bei Apple Russisches iTunes wirbt für Escort-Dienst

Und das ausgerechnet beim Moralapostel Apple: Bislang verärgerte eher der iPhone-Hersteller mit seiner restriktiven Anti-Sex-Politik App-Anbieter und Verlage, nun steht das Unternehmen selbst wegen erotischer Angebote am Pranger: Im neu gestarteten iTunes-Store für Russland sollen Nutzer fälschlicherweise auf eine Porno-Seite weitergeleitet worden sein.

In puncto Sex und Erotik lässt Apple nicht mit sich spaßen: Mit knallharten Methoden zensiert das Unternehmen bislang entsprechende Angebote in Anwendungen fürs iPhone. So wurde beispielsweise im Januar unangekündigt die Stern-App wegen einer Erotikgalerie gelöscht. Auch Bild musste sich der Zensur stellen: Nackte Mädchen tauchen in der PDF-Version der Zeitung für das iPhone gemäß der "no nipples"-Politik stets mit verpixelten Brustwarzen auf.

Nun wurde Apple selbst Opfer der eigenen Moral: Wie der "Spiegel" berichtet, hätten Nutzer des eben erst gestarteten russischen iTunes-Store für kurze Zeit recht delikate Einblicke in die Pornowelt bekommen: Wer im iTunes-Programm auf die Option "Mehr Filme in anderen Sprachen" klickte, wäre offenbar zu Werbung für Pornoseiten und Escort-Services weitergeleitet worden.

Schuld an der peinlichen Panne soll ein Apple-Programmierer sein: So gab es angeblich in der russischen iTunes-Version einige Platzhalter-Links wie "xx.xx.xx". Beim Start des iTunes-Angebots wurden diese dann scheinbar nicht durch die tatsächlichen Links ersetzt. Unglücklicherweise existierten die Platzhalter-URLs tatsächlich, nur führten sie eben zu Porno-Angeboten.

Apple selbst hat sich bislang noch nicht dazu geäußert, allerdings wurden nach Bekanntmachung des Fehlers die iTunes in Russland wieder vom Netz genommen. Apple hatte angekündigt, iTunes in einigen neuen Ländern zu starten, neben Russland auch in der Türkei, Indien oder in Südafrika.

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