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Sonstiges 29.10.2013
Sonstiges 29.10.2013

Vor der Übernahme durch Microsoft Nokia steigert Smartphone-Verkäufe

Weniger Verluste, mehr verkaufte Lumia-Smartphones: Kurz vor der Übernahme durch Microsoft wähnt sich der finnische Handy-Hersteller Nokia auf dem Weg der Besserung.

Etwas Licht am Ende des Tunnels bei Nokia: Kurz vor der Übernahme durch Microsoft hat der finnische Handy-Hersteller im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres seine Verluste zumindest eindämmen können.

Konkret fiel im Berichtszeitraum unterm Strich ein Verlust von 104 Millionen Euro an. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal musste der Konzern noch ein gigantisches Minus von 934 Millionen Euro in die Bilanzbücher schreiben. Noch besser sieht es beim operativen Ergebnis (vor Steuern) aus: Nach einem Verlust von 564 Millionen Euro im Vorjahr steht nun ein Plus von 118 Millionen Euro auf der Habenseite. Der Umsatz brach hingegen um knapp 22 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro ein.

Erfreulich verlief die Entwicklung im wichtigen Smartphone-Segment, das Nokia lange Zeit Kopfzerbrechen bereitete. Immerhin 8,8 Millionen Lumia-Geräte konnten die Finnen nach der Präsentation einiger neuer Modelle weltweit verkaufen - im Vorjahreszeitraum waren es noch 6,3 Millionen, im Vorquartal 7,4 Millionen Geräte. Kleiner Wermutstropfen: Das Wachstum wurde insbesondere vom günstigen Lumia 520 getragen, weshalb der durchschnittliche Gerätepreis auch binnen drei Monaten von 157 auf 143 Euro sank.

Was das gesamte Handy-Geschäft anbelangt, konnte Nokia einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro erzielen - das sind 19 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dafür reduzierte sich der operative Verlust auf 86 Millionen Euro nach 672 Millionen Euro im Vorjahr.

In den kommenden Monaten werden sich bei Nokia nun dramatische Veränderungen ergeben. Im Rahmen der für Frühjahr 2014 anvisierten Ãœbernahme der Handy-Sparte durch Microsoft werden rund 32.000 Mitarbeiter zu dem Software-Riesen wechseln. Der Nokia-Konzern wird dann zukünftig im Kern aus der Netzwerkausrüster-Sparte NSN sowie der Service-Sparte Here bestehen.

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