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iPad Air 2
Sonstiges 14.11.2014
Sonstiges 14.11.2014

Apples Tablet-PC im Test Was das iPad Air 2 wirklich taugt

iPad Air 2

iPad Air 2

Das neue Flaggschiff der Apple-Tablets zeigt sich mit einer dünneren und leichteren Hülle sowie vielen weiteren technischen Verbesserungen im Detail.

Apple schlägt zurück: Die Konkurrenz hat, vor allem in Form von Samsung und Microsoft, der letzten iPad-Generation qualitativ den Schneid abgekauft und den Tablet-Pionier auch auf dem Markt unter Druck gesetzt. Doch jetzt kontern die Kalifornier und bringen mit dem iPad Air 2 ein neues Flaggschiff.

Dieses ist wie gewohnt kein Sonderangebot: Die Einsteigerversion mit WLAN und mageren 16 GB internem Speicher gibt es für 489 Euro, doch mehr Speicher (64 oder 128 GB) kostet jeweils 100 Euro Aufpreis. Für das LTE-fähige Mobilfunkmodul werden zusätzlich 120 Euro fällig, so dass das Spitzenmodell am Ende stolze 809 Euro kostet.

Extreme Schlankheitskur

Dafür gibt es erst einmal weniger Masse als beim Vorgänger, denn das neue iPad Air 2 ist leichter und dünner geworden: von 478 auf 437 Gramm und von 7,5 auf nur noch 6,1 Millimeter. Damit liegt es etwas leichter in der Hand, wirkt aber mit seiner Hülle aus Metall trotzdem ex­trem hochwertig. Der dünnen Bauweise ist allerdings der praktische Schalter an der Seite zum Opfer gefallen, der entweder zum Stummschalten des Geräts oder dem Fixieren des Bildschirms diente.

Das Display bietet zwar keine höhere Auflösung oder mehr Fläche als beim Vorgänger, doch die 2.048 x 1.536 Pixel auf 24,6 Zentimetern Diagonale sind ohnehin gestochen scharf. Eine neue Bauform, bei der die Anzeige nicht mehr aus drei Schichten, sondern nur noch aus einer besteht, sorgt dafür, dass es bei normalem Licht kaum noch störende Spiegelungen gibt. Nur in direktem Sonnenlicht geht die Ablesbarkeit deutlich zurück, hier erreicht auch der Neuling nicht das Niveau von E-Book-Readern.

Bei der Bedienung hat mit dem aus dem iPhone bekannten Fingerabdrucksensor ein kleines, aber höchst praktisches Detail auch im iPad Einzug gehalten, das man nach einer Weile nicht mehr missen möchte. Über diesen Sensor kann der Nutzer außerdem im App Store bei der Zahlung identifiziert werden. Auf den NFC-Chip des iPhone 6 muss das iPad allerdings verzichten.

Optimierte Kamera

Die Leistung des neuen Modells ist ­erstklassig: Apple gibt an, gegenüber dem iPhone 6 einen nochmal schnelleren Prozessor namens A8X verbaut zu haben, verglichen mit dem Vorgänger soll das iPad Air 2 sogar 40 Prozent mehr Grafikleistung bringen. Noch gibt es nicht viele Apps oder grafisch anspruchsvolle Spiele, die die Leistung ausnutzen, doch der erste Test zeigt, dass das iPad Air 2 wirklich rasant zu Werke geht und es praktisch keine Verzögerungen gibt. Das gilt vor allem für das Aufrufen und Bearbeiten von Fotos und Videos.

Nicht verbessert haben sich leider die Leistungen des Akkus, Apple verspricht hier zehn Stunden Videowiedergabe, was gut, aber nicht herausragend ist. Im alltäglichen Einsatz hielt der Kraftspender bei uns mehrere Tage durch.

Offenbar gibt es immer mehr Menschen, die ein eigentlich wenig handliches 10-Zoll-Gerät auch als Fotoapparat verwenden: Diese erhalten im neuen iPad Air 2 eine 8-Megapixel-Rückkamera, die qualitativ in etwa der 5er-iPhone-Generation entspricht, allerdings noch immer kein Blitzlicht hat. Deshalb macht sie zwar im Hellen gute Fotos, wird aber bei schlechten Lichtverhältnissen unbrauchbar. Die Frontkamera für Facetime hat 1,2 Megapixel Auflösung und ermöglicht Videos jetzt mit 720p in HD.

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