Quartalsbericht 07.02.2019, 14:34 Uhr

Twitter verdient mehr als erwartet - Anleger dennoch enttäuscht

Twitter hat zum ersten Mal in seiner Unternehmensgeschichte das gesamte Geschäftsjahr schwarze Zahlen geschrieben. Für das vierte Quartal verzeichnete der Microblogging-Dienst sogar Rekorderlöse. Die Anleger reagierten dennoch negativ.
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Twitter hat erstmals ein ganzes Geschäftsjahr mit schwarzen Zahlen abgeschlossen und im vierten Quartal Rekorderlöse verbucht. Anleger reagierten dennoch negativ auf den Finanzbericht. Der Geschäftsausblick blieb unter den Erwartungen.
Für das laufende Quartal stellte Twitter am Donnerstag einen Umsatz zwischen 715 Millionen und 775 Millionen US-Dollar in Aussicht. Die Aktie fiel vorbörslich zeitweise um rund acht Prozent.
In den drei Monaten bis Ende Dezember legte der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreswert um 24 Prozent auf rund 909 Millionen US-Dollar zu. Der Überschuss stieg von 91,1 Millionen auf 255,3 Millionen US-Dollar (80,4 Mio Euro). Damit verdiente Twitter mehr als erwartet.

Zahl der täglichen Nutzer

Erstmals veröffentlichte der Kurznachrichtendienst auch die Zahl seiner täglichen Nutzer. Dieser Wert, der eine bessere Vergleichbarkeit mit Rivalen wie Facebook oder Snap ermöglicht, wuchs gegenüber dem Vorquartal um 1,6 Prozent auf 126 Millionen User. Snapchat kam zuletzt auf 186 Millionen täglich aktive Nutzer, Facebook auf 1,52 Milliarden.
Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer ging indes auf 321 Millionen abermals spürbar zurück. Twitter bemüht sich nach Kritik wegen Hetze, Spam und Fake-Accounts, die Plattform auszumisten. Die Offensive gegen gefälschte und dubiose Profile, die etwa Hassbotschaften und politische Propaganda verbreiten, lässt auch die Nutzerzahlen sinken.
Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 machte Twitter einen Überschuss von 1,2 Milliarden US-Dollar, im Vorjahr hatte es einen Verlust von 108,1 Millionen gegeben. Damit lieferte das 2006 gestartete Unternehmen erstmal einen Jahresgewinn ab. Die Einnahmen nahmen um rund ein Viertel auf 3,0 Milliarden US-Dollar zu.



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