Studie 07.11.2018, 13:26 Uhr

Twitter als Plattform für Produktbewertungen?

Die Deutschen nutzen Twitter auch, um Informationen über Produkte und Services zu bekommen. Angesichts des durchschnittlichen Haushaltseinkommens von deutschen Twitter-Nutzern sind sie einer Studie nach damit eine interessante Zielgruppe für Marken.
(Quelle: shutterstock.com/Kritchanut)
Nicht nur Nachrichten und Informationen, auch Empfehlungen und Bewertungen zu Produkten werden auf Twitter ausgetauscht, zeigt eine aktuelle Studie von Twitter und Kantar Media. So würden 59 Prozent der deutschen Nutzer regelmäßig ihre Meinung zu Produkten teilen, während 74 Prozent auf der Plattform aktiv nach Meinungen anderer User zu Produkten und Dienstleistungen suchen würden.

Damit unterscheiden sich deutsche Twitter-Nutzer vom internationalen Durchschnitt, so die Studie. Deutsche Nutzer seien insgesamt aufgeschlossener für Neues (70 Prozent versus 62 Prozent) und probierfreudiger: 45 Prozent der Deutschen testen neue Produkte gern als Erste. Bei den internationalen Nutzern trifft dies nur auf 28 Prozent zu.

Einkommen und Spendierfreudigkeit

Auch bei Einkommen und Spendierfreudigkeit liegen die deutschen Nutzer über dem Durchschnitt: Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der deutschen Twitter-Nutzer verfügen über ein monatliches Haushaltseinkommen von über 3.000 Euro (Internet-Nutzer allgemein: 23 Prozent). Dementsprechend geben über die Hälfte der deutschen Nutzer auch gerne mehr Geld für hochwertige Produkte aus: In Deutschland sind 54 Prozent bereit, mehr zu zahlen, im internationalen Durchschnitt sind es 49 Prozent. 

Die Studie wurde durch Kantar Media im Auftrag von Twitter durchgeführt. Dazu untersuchte das Unternehmen mehr als 10.500 Internet-Nutzer, von denen über 4.800 über ein Twitter-Konto verfügen. 1.500 der Studienteilnehmer kamen aus Deutschland, unter ihnen 545 mit Twitter-Konto.

In einer Studie zur durchschnittlichen Tweet-Länge hatte Twitter kürzlich festgestellt, dass sich die meisten Nutzer trotz verlängerten Zeichen-Limits immer noch auf Twitter kurz halten.



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