Mehr Kontrolle im Gespräch 09.01.2020, 13:34 Uhr

Twitter: Mehr Optionen zur Einschränkung von Antworten

Beim Erstellen von Tweets sollen Twitter-Nutzer in Zukunft festlegen können, wer ihnen antworten darf. Mehrere Funktionen, die bereits in der Beta-App von Twitter getestet wurden, sollen noch im laufenden Jahr eingeführt werden. 
(Quelle: Fotolia.com/Happy Art)
Auch Twitter nutzt die Consumer Electronics Show in las Vegas als Plattform zur Vorstellung von Neuigkeiten. Bei der Veranstaltung stellte Suzanne Xie, Director of Product Management bei Twitter, einige neue Änderungen vor, die sich speziell auf die Dialogfunktionen des Kurznachrichtendiensts beziehen.

So will Twitter eine neue Einstellung zum Festlegen der Konversationsteilnehmer direkt auf dem Erstellungsbildschirm hinzufügen. Den Nutzern werden vier Optionen angeboten, die definieren, wer auf einen Tweet antworten kann: Die "globale" Einstellung erlaubt das Antworten für jeden, der den Tweet sieht. "Group" steht für Personen, denen die Nutzer selber folgen und die sie im Tweet  erwähnen. "Panel" erlaubt das Antworten von Personen, die  speziell im Tweet erwähnt wurden. Die Option “Statement" dagegen ist ein reiner Tweet ohne Antwortmöglichkeit. 
Derzeit experimentiere man noch mit dem neuen Feature und wolle eine Testversion bauen, die noch im ersten Quartal 2020 erprobt werden soll. Auf der Basis der Rückschlüsse aus dem Experiment soll die Funktion im Laufe dieses Jahres weltweit eingeführt werden.

Übersichtlichere Konversationsdarstellung

Darüber hinaus bastelt Twitter an einem neuen Konversationsüberblick, der auch das Threading, also eine grafische Zuordnung der verschiedenen Tweets und Antworten, beinhaltet. Ziel sei es, die gesamte Konversation auf einen Bildschirm zu bringen und dabei mit Hilfe von Linien die entsprechenden Bezüge herzustellen. Dieses Feature sei bereits in der offiziellen Test-App von Twitter erprobt worden.
Ebenfalls zur besseren Übersicht entworfen ist ein weiteres Feature, das Nutzern ermöglicht, Themen anstatt nur Nutzern zu folgen. So könnten Nutzer über einen Beitrag eines Accounts, dem sie folgen, eine Schaltfläche aktivieren, mit dem weitere Tweets zu dem erwähnten Thema unter dem Ursprungsbeitrag angezeigt werden. Die Zusammenstellung werde von Daten gesteuert und soll zunächst nur mit nicht-politischen Themen getestet werden. Darüber will Twitter Erkenntnisse über die Resonanz der Nutzer auf das Feature sammeln und die Wirkung seiner Algorithmen studieren.

Mehr Transparenz bei Twitter

Man fühle sich verpflichtet, offen und transparent zu sein und Twitters Produktpläne stärker in der Öffentlichkeit zu diskutieren, zitiert The Verge Kayvon Beykpour, Head of Product bei Twitter.  Der Zweck von Twitter sei es, sich in den Dienst des öffentlichen Dialogs zu stellen. Dies bestimmte auch wesentlich die Produktentwicklungsentscheidungen.
Bereits vergangenes Jahr hatte Twitter als Anti-Mobbing-Maßnahme seinen Nutzern möglich gemacht, Antworten auf ihre Tweets komplett auszublenden.



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