Twitter-Deutschland-Chef Thomas de Buhr 26.10.2015, 08:10 Uhr

"Selbstverständlich würde ich alles wieder so machen"

Seit mehr als einem Jahr ist Thomas de Buhr Twitter-Chef in Deutschland. Zeit, zurückzublicken. Wie attraktiv sind Twitter und Periscope für Werbungtreibende und wohin führt der Weg? 
Thomas de Buhr, Deutschland-Chef bei Twitter
(Quelle: Twitter )
Herr de Buhr, im zweiten Quartal 2015 hatte Twitter 304 Millionen aktive Nutzer weltweit. Wie sieht es in Deutschland aus?
Thomas de Buhr:
Weltweit hat Twitter derzeit mehr als 316 Millionen angemeldete aktive Nutzer. Tatsächlich lesen allerdings pro Monat über eine Milliarde Menschen auf der Welt Tweets. In Deutschland erreichen wir bis zu 27,5 Millionen Menschen mit unseren Werbeformaten - ein für Werbekunden extrem wichtiger Faktor mit uns zusammenzuarbeiten.
Ab wann gilt ein Nutzer als aktiv?
De Buhr:
Wir rechnen da branchenüblich. Ein Nutzer gilt dann als aktiv, wenn er sich mindestens einmal im Monat bei Twitter anmeldet.
Wie wollen Sie mehr aktive Nutzer auf die Plattform bringen?
De Buhr:
Neben den aktiven twitternden Nutzern gibt es in Deutschland auch eine sehr große Anzahl an Menschen, die nur Inhalte auf Twitter konsumieren. Darüber hinaus gibt es sehr viele Internetnutzer, die regelmäßig eingebettete Tweets auf anderen Plattformen lesen. Diesen Konsum von Twitter-Inhalten werden wir weiter ankurbeln. Unser neues Produkt-Feature Moments wird da sehr helfen. Mit Moments können Internetnutzer in den USA den besten Content von Twitter zu bestimmten Ereignissen und Themen gebündelt ganz einfach finden und durchblättern. In einem nächsten Schritt werden wir diese passiven Nutzer in aktive Nutzer konvertieren.
Welche Rolle spielt Twitter Ihrer Meinung nach in der Nachrichtenwelt von heute?
De Buhr:
Twitter bündelt unter den Hashtags Interessen. Eine sehr starke Interessengruppe ist dabei natürlich auf der Suche nach Nachrichten. Aber unsere Nutzer kommen ebenso zu uns, weil sie an Sport, Musik oder Entertainment interessiert sind. Auch in diesem Zusammenhang ist Moments sehr interessant, da wir Moments in genau diese Kategorien unterteilt haben. Natürlich können auch Medienpartner solche Moments kreieren und damit Konsumenten gewinnen. In den USA sind wir mit Mashable und der Washington Post gestartet. Die von diesen Häusern kuratierten Moments werden direkt in unser Produkt eingespeist.



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