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02.12.2019, 07:38 Uhr

Kölner Zoo: Virtuelle Elefanten dank Augmented Reality

In regelmäßigen Abständen bewerten und analysieren wir aktuelle Werbekampagnen. Diese Woche zeigt der Kölner Zoo mit seiner "AR/tenschutz"-Kampagne, wie man kreativ für den Schutz der Artenvielfalt wirbt.
(Quelle: Snap )
Die Plattform Snapchat betrachtet sich selbst als Innovationsführer im ­Bereich Augmented Reality (AR). Über Werkzeuge wie die Lenses versetzt sie ihre User in die Lage, die reale Umgebung mit virtuellen Welten zu verschmelzen und so auf unterhaltsame Art miteinander kommunizieren zu können.
Über 70 Prozent der inzwischen 210 Millionen Nutzer würden jeden Tag mit einer Lense auf Snapchat spielen, so die offiziellen Angaben. CEO Evan Spiegel wies deshalb erst kürzlich darauf hin, wie wichtig die Akzeptanz von Augmented Reality für das weitere wirtschaftliche Wachstum des Unternehmens sei.
Auch zahlreiche Werbungtreibende ­haben bislang auf Snapchat mit AR experimentiert und den Usern allerhand lustige Lenses zur Verfügung gestellt. In diesen Tagen sorgte eine Kampagne des Kölner Zoos bundesweit für Aufmerksamkeit, weil die Besucher vom Aussterben bedrohte Tiere als 3D-Animation via Snapchat auf ihrem Smartphone erleben konnten - auf der Wiese vor dem ehemaligen Elefantenhaus, auf der Tigeranlage und in der Terrarium-Abteilung des Aquariums waren Infotafeln installiert.
Wenn die ­Besucher ihr Handy mit der Snap-Lense davorhielten, erschienen lebensechte Animationen der vom Aussterben bedrohten Tiere: vom Asiatischen Elefanten, vom Amur-Tiger und von den Philippinenkrokodilen. Die User konnten mit den Tieren ­interagieren, sich mit ihrer bedrohlichen Situation auseinandersetzen und über ­einen Button für den Artenschutz spenden.

Quelle: Snap
Interaktion mit dem Zoo

AR/tenschutz heißt die Kampagne, mit der der Kölner Zoo auf das Aussterben von Tierarten aufmerksam machen will. Gleichzeitig weist er darauf hin, wie wichtig die Rolle von Zoos für die Erhaltung gefährdeter Tierarten ist. Vom 17. bis 28. Oktober konnten die Besucher des Zoos vor Ort die AR-Anwendung testen, seit November können alle Snapchat-User die virtuellen Tiere erleben und mit ihnen interagieren - auch ohne einen Besuch des Kölner Zoos.
Mit der Kampagne will Snapchat einerseits sein soziales und ökologisches Engagement betonen. Andererseits aber ist die Kampagne auch eine gute Gelegenheit, der gesamten Branche zu zeigen, wie clever sich Augmented Reality über Snap-Lenses in Kampagnen einbinden lässt. Liane ­Siebenhaar, Creative Strategy Lead DACH bei Snap: "Wir verfolgen bei Snap das Ziel, mit Augmented Reality die Kamera und die Art und Weise, wie hundert Millionen Menschen die Welt jeden Tag erleben, neu zu definieren."



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