Social Commerce-Offensive 23.09.2019, 15:05 Uhr

Pinterest startet Shopping-Anzeigen in Deutschland

Pinterest startet für ausgewählte Partner in Deutschland sowie drei weiteren europäischen Märkten die Katalog-Funktion. Über sie können Unternehmen ihr gesamtes Produktsortiment hochladen und in Shopping-Anzeigen umwandeln.
(Quelle: shutterstock/Your Design)
Schon seit einigen Monaten arbeitet Pinterest auch in Deutschland verstärkt an seinen Commerce-Angeboten. Jetzt folgt der große Knall: Das Unternehmen bringt die Katalog-Funktion und damit seine Shopping-Anzeigen nach Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.
Über die Katalog-Funktion können Unternehmen ihren kompletten Produktkatalog bei Pinterest hochladen und die einzelnen Artikel in kaufbare Produkt-Pins umwandeln. Aus diesen wiederum können dann Shopping-Anzeigen erstellt werden.
Zu den Partnern gehören in Deutschland Händler wie Otto, Fossil und Home24. Sie wollen die neuen Shopping-Funktionen nutzen, um mehr Reichweite zu bekommen und ihren Absatz zu steigern.
"Pinterest ist für uns ein sehr spannender Kanal. Mit den Shopping-Anzeigen können Produkte gezielter ausgespielt und individuell im richtigen Moment angezeigt werden, was den Kauf einfacher macht. Entsprechend ist unser Engagement auf der Pinterest-Plattform ein wichtiges Element unserer digitalen Marketingstrategie", kommentiert Marc Opelt, Vorsitzender des Bereichsvorstands bei Otto.
Erst in der vergangenen Woche hatte Pinterest kaufbare Pins, sogenannte Produkt-Pins, in die visuellen Suchergebnissen über die Lens-Funktion integriert.

Weltweite Änderungen

Auch global rollt Pinterest neue Features aus: Weltweit können Unternehmen ab sofort ihre Pins und Produkte prominenter in ihren Profilen platzieren. Die Unternehmensprofile wurden dazu überarbeitet und dynamisch gestaltet. Über das neue Feld "Shop" können Nutzer direkt über das Pinterest-Profil kaufen, sie sollen so Traffic für die Händler-Seite generieren können.
Zudem lässt sich jetzt die Profilseite für Unternehmen individueller gestalten, indem Fotos oder ein Video als Titelbild einfügt werden können. 
In den USA ist daneben auch ein neues Kollektionen-Format für die "Shop the Look-Anzeigen" in der mobilen App verfügbar. Damit können Händler mehrere Produkte in einer Anzeige darstellen, die die Pinterest-Nutzer entdecken und dann per Klick direkt zur Checkout-Seite des Online Shops gelangen können.  
Deutschland-Chef von Pinterest ist Philip Missler. Er heuerte im April dieses Jahres an. Der bisherige Vermarktungschef von Amazon Deutschland kümmert sich dort seither als Country Manager DACH und Nordics um das Sales-Geschäft der "visuellen Suchmaschine". Im Interview erklärt er, was das Netzwerk Händlern bietet.



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