Myspace im Schlussverkauf 27.04.2011, 13:39 Uhr

Murdoch will 100 Millionen US-Dollar

News Corp will schon seit geraumer Zeit sein kränkelndes Netzwerk Myspace abstoßen. Jetzt sammelt der Medienkonzern Gebote für Myspace ein. Für weniger als 100 Millionen US-Dollar will Medienboss Murdoch das Unterhaltungsportal aber nicht verkaufen.
Myspace im Abverkauf
Interessiert an der Übernahme des Netzwerks seien bis zu sechs Unternehmen, darunter auch das Investment-Unternehmen Criterion Capital Partners, das das soziale Netzwerk bebo hält. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Brancheninsider. Des Weiteren habe eine chinesische Internetfirma an Myspace Interesse gezeigt. Ein Dealabschluss werde aber nicht vor Juni erwartet.
Interessenten müssen für Myspace mindestens 100 Millionen US-Dollar auf den Tisch legen. Das ist ein gutes Stück weniger als die Kaufsumme von 580 Millionen US-Dollar, die News Corp für die Übernahme im Jahr 2005 bezahlt hatte.
Minus und Mitgliederschwund
Myspace bescherte dem Medienkonzern im Jahresabschlussquartal 2010 ein sattes Minus von 156 Millionen US-Dollar im Bereich Digital Media. Trotz organisatorischer Restrukturierung und Neupositionierung als Musik-, Unterhaltungs- und Gamingportal verzeichnet Myspace weiterhin stetigen Mitgliederschwund. Allein von Dezember 2010 bis Januar 2011 ging die Nutzerzahl von rund 22,5 Millionen auf 17 Millionen zurück. Vor einem Jahr hatte der Dienst noch doppelt so viele User (rund 31 Millionen).
Bisher hatte sich News Corp mit Preiserwartungen für den Verkauf von Myspace zurückgehalten. Im Februar 2011 hatte COO Chase Carey jedoch schon entscheidende Veränderungen der Strategie von News Corp in Bezug auf Myspace angekündigt und auch einen Komplettverkauf nicht ausgeschlossen.



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