Spil Games entwickelt sich zur Social-Gaming-Plattform 25.05.2011, 09:19 Uhr

"Wir sind besser als Facebook"

Spil Games will seinen 130 Millionen Besuchern pro Monat mehr Möglichkeiten zur Kommunikation und Interaktion bieten: Der Gaminganbieter veröffentlicht seit heute die Aktivitäten der Spieler in Form von Statusmeldungen auf einer Pinnwand. internetworld.de sprach mit CEO und Mitgründer Peter Driessen über Facebook als Vorbild und Konkurrenz sowie den Avatar als ideale Werbeform.
Spil Games entwickelt sich zur Social-Gaming-Plattform
Überzeugt durch Targeting: Driessen
Spil Games hat heute auf seinen Webseiten für Familien und Teenager den sogenannten Activity Feed integriert, der die Aktivitäten von Freunden anzeigt – ähnlich wie Facebook das macht. Was bezwecken Sie damit?
Peter Driessen: Wir entwickeln Spil Games zu einer Social-Gaming-Plattform weiter. Unser Ziel ist es, Communitys um unsere Zielgruppen Mädchen, Teenager und Familien aufzubauen. Und der neue Activity Feed ist der Klebstoff, der alle sozialen Funktionen miteinander verbindet - vergleichbar der Pinnwand auf Facebook. Bereits jetzt veröffentlichen unsere Nutzer pro Tag 200.000 Kommentare sowie 420.000 Statusmeldungen zu Spielergebnissen und sie stellen einander 500.000 Freundschaftsanfragen.
Facebook bindet auch Social Games ein - wie grenzen Sie sich ab?
Driessen: Mit dem neuen Activity Feed schaffen wir ein einheitliches Nutzererlebnis - und darin sind wir besser als Facebook, denn während die Mitglieder auf Facebook Freunde aus allen Bereichen haben, sind die monatlich 130 Millionen Besucher auf unseren Plattformen mit gleichgesinnten Spielern verbunden. Mit dem neuen Feature kommen wir jedoch nicht nur den Usern entgegen, sondern bieten auch Werbetreibenden neue Möglichkeiten.
Welche sind das?
Driessen: Über den Activity Feed weisen wir auf Sponsoring hin. Spannende Möglichkeiten ergeben sich vor allem aus dem Einsatz von Avataren, die von Firmen gestellt werden - und die bei unseren Mitgliedern sehr beliebt sind. Ein äußerst erfolgreiches Beispiel war der Avatar von Justin Bieber, mit dem dieser bei uns seinen neuen Film beworben hat. Die Mädchen waren hingerissen.
Wie überzeugen Sie Unternehmen, ihr Werbebudget bei Ihnen auszugeben?
Driessen: Über die Profile wissen wir, wer bei uns spielt. Firmen können bei uns über Targeting ihre Zielgruppe genau ansprechen - und Werbung kreieren, die die User nicht nur nicht stört, sondern die ihnen gefällt. Parallel sind unsere drei Plattformen girlsgogames.de, spielen.com und jetzspielen.de auf die jeweiligen Zielgruppen Mädchen, Jugendliche und Familien zugeschnitten.
Die zweite Einnahmequelle neben Werbung ist für Spil Games der Verkauf virtueller Güter - allein Ihr Dünger für das Spiel "Happy Harvest" wurde in den Niederlanden 53 Millionen mal verkauft. Mit welchem Bereich machen Sie mehr Umsatz?
Driessen: Derzeit generieren wir 35 Prozent unseres Umsatzes aus dem Item Selling und 65 Prozent aus Werbung. Ich rechne jedoch damit, dass das Verhältnis Ende des Jahres ausgeglichen sein wird.
Was spielen Ihre Nutzer häufiger - Social Games oder die klassischen Browserspiele?
Driessen: Lassen Sie es mich so sagen: Ich rechne damit, dass die von allen Nutzern mit Social Games verbrachte Zeit Ende des Jahres 30 bis 40 Prozent der Gesamtspielzeit ausmacht.
Haben Sie darüber nachgedacht, ihr Spiele auch auf Facebook anzubieten, wie das Zynga macht?
Driessen: Da wir nur einen kleinen Teil unserer Spiele selbst entwicklen, kann ich mir eher vorstellen, Spiele von Zynga auch auf unserer Plattform einzubinden. Da werden wir in Kürze viele neue Kooperationen bekanntgeben.



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