Reichweitenverlust 28.03.2014, 12:59 Uhr

RTL trennt sich von werkenntwen

Erst im Herbst 2013 hatte werkenntwen seiner Seite einen neuen Look verpasst - jetzt will sich RTL interactive von seiner Tochter trennen. Die Zukunft des sozialen Netzwerks ist ungewiss.
Mann hält Frau die Augen zu
(Quelle: werkenntwen.de/Screenshot )
RTL interactive will bereits ab Mitte des Jahres 2014 sein Tochterunternehmen werkenntwen nicht mehr betreiben. Begründet wird die Entscheidung mit anhaltenden Reichweitenverlusten des sozialen Netzwerks (siehe Statista-Grafik).
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"Wir bedauern diesen Schritt ausdrücklich, der für uns trotz des besonderen Engagements unseres werkenntwen-Teams leider unumgänglich ist", sagt Matthias Büchs, Geschäftsführer von werkenntwen und Bereichsleiter Online/Mobile bei RTL interactive. An der Leistung der Mitarbeiter habe die Entscheidung nicht gelegen - 40 von ihnen sind von der Entscheidung betroffen. Einige könnten allerdings anderweitig im Konzern unterkommen.
Der umfassende Relaunch von werkenntwen im Herbst 2013 konnte dem Portal nicht zu der gewünschten Reichweitensteigerung verhelfen. Neben zahlreichen kleinen Features wie einem chatähnlichen Nachrichtensystem sowie einem überarbeiteten Markenauftritt mit modernisiertem Logo und Schriftzug setzte das soziale Netzwerk vor allem auf Responsive Design und neue Vermarktungsmöglichkeiten. Außerdem habe die Berücksichtigung des Datenschutzes nach deutschem Recht die Nutzerbindung eher erschwert.
Wie es mit werkenntwen weitergeht, bleibt unklar. RTL interactive führt nach eigenen Angaben derzeit Gespräche mit potentiellen Investoren.

Wenn es um Social Media in Deutschland geht, ist Facebook mit einem Anteil von über 80 Prozent klarer Marktführer. Zuckerbergs Netzwerk verzeichnet hierzulande über 25 Millionen aktive Nutzer monatlich. Wie sich soziale Plattformen wie Facebook, aber auch Twitter, Pinterest, Google+ oder Reddit weltweit schlagen, hat das Search Engine Journal in einer Infografik verdeutlicht.

Erst im Dezember 2013 hatte sich werkenntwen mit dem Regionalportal meinestadt.de zu einer Vermarktungsallianz zusammengeschlossen. Werbekunden sollten durch die Kooperation exklusive Media-Pakete und kombinierte Platzierungen auf beiden Webseiten erhalten.



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