Webtechnik 22.11.2012, 10:27 Uhr

Gesichtserkennung in der Pornoindustrie

Fotos einer beliebigen Person mit Datenbanken von Pornodarstellern abgleichen und nach Ähnlichkeiten suchen lassen - diesen Service bieten zwei US-Unternehmen inzwischen an. Doch noch ist die Technik nicht ausgereift.
Sowohl die bekannte Sexplattform "Naughty America" als auch das Unternehmen "SexFaceFinder“ lassen die User Fotos hochladen, die anschließend mit Bildern einer Datenbank abgeglichen werden. Stößt die Software auf Frauen, die dem hochgeladenen Foto ähnlich sind, bekommt der User den Treffer angezeigt - oder eine Benachrichtigung per E-Mail.
Offiziell geht es beiden Unternehmen darum, dass Männer auf diese Weise Pornodarstellerinnen finden, die ihren Vorlieben und Vorstellungen möglichst entsprechen. Ganz ausgereift scheint die Technik allerdings noch nicht: Die Übereinstimmungen sind, wenn überhaupt vorhanden, oft nur marginal. Bei Naughty America wirkt es sogar so, als würde dem User eine mehr oder weniger willkürliche Auswahl der eigenen Darstellerinnen vorgesetzt. Immerhin fragt der Anbieter nach, ob der Anwender mit dem Resultat zufrieden ist - das erweckt zumindest den Anschein, dass der Dienst weiter optimiert werden soll.
Bedenklich scheint aber, dass Naughty America beim Hochladen eines Bildes nach einer E-Mail-Adresse fragt - angeblich, weil das Suchaufkommen so hoch sei, dass es eine Weile dauern könne, bis ein Ergebnis vorliege. Dieses würde dem User dann per E-Mail mitgeteilt. Diese Praxis riecht nach Betrug: Wahrscheinlicher scheint da, dass der Anbieter E-Mail-Adressen sammelt, um diese zu verkaufen oder selbst für Werbung zu missbrauchen.



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